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ſich die junge Frau, von der wir ſprechen, und die wir Marie Baſtien nennen werden, mit ihrem Sohn im Stu⸗ dirzimmer.
Es ſollte bald fünf Uhr ſchlagen, die Sonnenſtrahlen, obgleich gebrochen durch die Latten der niedergelaſſenen Sommerläden, warfen da und dort rothgelbe, heitere Re⸗ flere bald auf das graue Täfelwerk des Studirzimmers, bald auf die großen Blumenſträuße, die man kurz zuvor erſt geſchnitten und auf den Kamin in Porzellangefäßen geſtellt hatte.
Man ſah auch noch in einem großen Kryſtallglas mit Fuß ein Dutzend ſchöner Roſen von abwechſelnden Farben, welche, halb erſchloſſen, den ſüßeſten Wohlgeruch verbreiteten, und einen mit Büchern und Papieren belade⸗ nen Arbeitstiſch, an dem auf jeder Seite die Mutter und der Sohn, Beide ſitzend, ſehr emſig beſchäftigt zu ſein ſchienen.
Madame Baſtien, obgleich ſie bald dreißig Jahre alt ſein mußte, ſchien kaum zwanzig zu zählen, ſo ſehr erglänzte ihr bezauberndes Geſicht in jugendlicher, wir moͤchten beinahe ſagen, jungfräulicher Friſche, denn ihre engeliſche Schönheit war würdig, die naiven für die die Mutter Chriſti, gemachten Worte einzu⸗
ößen:
ſeiſt Du, Maria, der Gnaden voll.“
Madame Baſtien trug ein Sommerkleid mit weiten Aermeln von hellblau geſtreifter Percaline, durch ein roſenfarbiges Band um ihren zierlichen, geſchmeidigen Leib geſchloſſen, den man, wie man zu ſagen pflegt, zwiſchen den zehn Fingern hätte halten können. Ihre hübſchen Arme waren entblößt, oder vielmehr durch das leichte Netz von Fauſthandſchuhen geſchloſſen, welche nicht über ihre Ellenbogen mit den Grübchen gingen. wei dicke Bänder von Natur wellenförmiger und an verſchiedenen Stellen von lebhaften goldenen Refleren nuancirter kaſtanienbrauner Haare gingen ſehr tief herab,


