Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Zerſtreuung auf Koſten Ihrer Frau zu führen . . Oh! ja, Schmach und Schande denjenigen, welche ſo gemeine Händel eingehen! .. . Doch dies ſoll nicht Ihre Zukunft ſein, Herr Olivier... dies ſoll auch nicht die Ihrige ſein, Gerald, denn Sie wiſſen nicht und Herminie . . . meine Tochter . meine theure Tochter ... weiß auch nicht, daß ich ihr, ohne ihr ein Vermögen zu geben, welches mit dem von Erneſtine zu vergleichen wäre, zu meinen Lebzeiten ungefähr fünfzigtauſend Thaler Renten, die ich in Deutſch⸗ land geerbt habe, zuſichere.

Mir, Herr Marquis, ein ſolches Vermögen! rief Herminie.Oh! nie nie. Ich beſchwöre Sie zu. ..

Horen Sie mich, mein Kind, ſprach der Buckelige, das Mädchen unterbrechend,hören Sie mich auch, Herr Olivier .. Erneſtine hat auf einigen rührenden Blättern, die Sie eines Tags leſen werden, in der anbetungswür⸗ digen Reinheit ihrer Seele folgende Worte geſchrieben, die ich nie vergeſſen werde:

Ich habe drei Millionen Einkünfte!

Mir allein ſo viel Geld! warum dies?

Warum mir ſo viel, und den Andern nichts?

Die Erbſchaft iſt alſo eine große Unbil⸗ ligkeit?

Dieſes ungeheure Vermögen, wie habe ich es erworben?

Ah! durch Euern Tod, o meine Mutter! o mein Vater!

Damit ich reich bin, muß ich die zwei Weſen verloren haben, die ich am meiſten in der Welt liebte!

Damit ich reich bin, müſſen vielleicht Tauſende von Mädchen wie Herminie beſtän⸗

dig der Nothdurft, trotz eines arbeitſamen

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und tadelloſen Lebens, ausgeſetzt ſein. . Oh! fügte der Marquis mit wachſendem Eifer bei, in dieſem edlen Ruf eines auftichtigen Herzens, in dieſen