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„Mit einem Wort, mein guter Olivier, erinnere Dich deſſen, was Du mir vor einigen Monaten ſagteſt, als von meiner Heirath mit Fräulein von Beaumesnil die Rede war.“
„Und dann,“ rief Herminie, „iſt es nicht immer Erneſtine, die arme kleine Stickerin, die Sie und ich, Herr Olivier, ſo ſehr liebten?“
„Mein Herr,“ fügte Frau von Senneterre bei, „die Uneigennützigkeit, von der Sie dadurch, daß Sie das An⸗ erbieten von Herrn von la Rochaigue ausgeſchlagen, eine Probe ablegten, ergreift mich dergeſtalt, daß Sie, Sie mögen immerhin Fräulein von Beaumesnil heirathen, doch ſtets in meinem Geiſte derjenige bleiben werden, welcher die reichſte Erbin Frankreichs ausgeſchlagen hat, um ein armes Mädchen ohne Namen und ohne Ver⸗ mögen zu heirathen.“
Gleichſam niedergebeugt unter den Beweiſen von Achtung und Mitgefühl, welche in ihrer Aufrichtigkeit ſo verſchiedenartig waren, empfand doch Olivier eine gewiſſe Demüthigung, daß er, der ſo arm, das ungeheure Ver⸗ mogen von Fräulein von Beaumesnil theilen ſollte; er ſagte auch:
„Ich weiß, daß ich nicht berechtigt bin, mich in dem, was die Ehre und das Zartgefühl betrifft, anſpruchsvoller zu zeigen, als die Perſonen, die mich umgeben; ich fühle, daß das, was ich ſo eben von Fräulein von Beaumesnil erfahren habe, wo moglich nur meine Achtung, meine Ergebenheit für ſie vermehrt, und dennoch...“
Der Marquis unterbrach Olivier, ſeinem Gedanken entgegenkommend:
„Noch ein Wort, Herr Olivier, Sie finden eine Art von Demüthigung darin, daß Sie das große Vermögen von Fräulein von Beaumesnil theilen ſollen; dieſe De⸗ müthigung würde ich begreifen, wenn Sie in den unge⸗ heuren Gütern, die Ihnen Erneſtine bringt, nur ein Mittel ſehen müßten, ſich einem unfruchtbaren, verſchwenderiſchen Mißiggang hinzugeben . . . ein Leben des Lurus und der
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