Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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daß ich Fräulein von Beaumesnil anbot, ſie möge mein Schickfal theilen, das etwas minder unglücklich, als das ihrige... denn ich hielt ſie für arm und verlaſſen.. Doch nun bin ich . . .

Ein letztes Wort, Herr Olivier, unterbrach der Marquis den jungen Mann,Fräulein von Beaumesnil und ich kannten und achteten Ihre ſtolze Empfindlichkeit. Uum Ihnen den geringſten Grund zu einem Vorwurf gegen Sie ſelbſt zu erſparen, kamen wir mit dem hier gegen⸗ wärtigen Herrn von la Rochaigue überein, er möge Sie in die Alternative verſetzen, daß Sie entweder ein einem Mädchen, das Sie für unglücklich hielten, geleiſtetes Ver⸗ ſprechen verletzen, oder die Hand von Fräulein von Beau⸗ mesnil ausſchlagen . . . Sie ſind edel aus dieſer für jeden Andern ſo gefährlichen Prüfung hervorgegangen; Sie haben eine fabelhaft reiche Heirath Ihrer Zuneigung für die arme kleine Stickerin geopfert. Welchen größeren Beweis von Uneigennütigkeit dürften Sie je geben können?

Keinen, ſprach der Commandant Bernard.Ich bin eiferfüchtiger als irgend Jemand auf die Ehre von Oli⸗ vier; ich ſage ihm auch, wenn es ſchmählich iſt, eine Frau ihres Geldes wegen zu heirathen, ſo darf man doch eben⸗ ſo wenig, wenn man das beſte der Geſchöpfe aufrichtig liebt, ſich weigern, eine Verbindlichkeit der Ehre zu halten, eine heillge Schuld abzutragen . .. weil es ſich eines Tags findet, daß dieſes anbetungswürdige Kind viel Geld beſitzt. Ei, bei Gott! mein braver Olivier, nimm an, geſtern noch arm, habe Fräulein Erneſtine dieſen Morgen einen Ver⸗ wandten, einen Erzmillionär in Monvmotapa geerbt, und Alles ſei abgemacht; was Teufels! dieſer unglückliche Haufen von Millionen darf auch kein Freudenſtörer ſein.

Oh! ich danke, Herr Bernard! rief Erneſtine, indem ſie mit kindlichem Erguß dem alten Seemann um den Hals fiel,ich danke für dieſe gütigen Worte, auf die Herr Olivier nichts zu entgegnen wiſſen wird.,

Ich fordere ihn heraus, etwas zu entgegnen, ſprach Gerald voll Rührung die Hand ſeines Freundes ergreifend.