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triebenen Lobeserhebungen, an die liebevollen Kundgebungen, welche intereſſirte Pläne verbargen, als eines Tags ein Freund ihrer Mutter, der leider nicht mehr thun konnte, Fräulein von Beaumesnil wenigſtens darauf aufmerkſam machte, es ſei Alles um ſie her Lüge, Schmeichelei, Hab⸗ gier, Niedrigkeit, und wenn ſie als der Vorwand für die eif⸗ rigen Bemühungen, mit denen man ſie überhäufe, er⸗ ſcheine, ſo ſei doch ihr ungeheures Vermögen der einzige Beweggrund derſelben; dieſe Offenbarung war furchtbar für Fräulein von Beaumesnil; von da an von der Furcht erfüllt, ſie könnte nie anders als ihrer Reichthümer wegen geliebt werden .. . fand ſie bald dieſes Miß⸗ trauen gegen Alles und gegen Alle unerträglich. . . Ohne Unterſtützung, ohne Rath, beſchloß Fräulein von Beau⸗ mesnil muthig, ihren wahren Werth zu erforſchen. Dieſe Schätzung ſollte ihr vazu dienen, daß ſie die Aufrichtigkeit der Schmeicheleien, mit denen man ſie verfolgte, zu er⸗ meſſen vermöchte. Doch wie ſollte ſie dieſe Wahrheit heraus⸗ finden? Es blieb Fräulein von Beaumesnil ein einziges Mittel: ſie mußte ſich des Blendwerks entkleiden, das die reiche Erbin umhöllte, ſie mußte ſich in einer Welt, in der ſie unbekannt war, für eine arme, von ihrer Arbeit lebende Waiſe ausgeben, und. .“
„Oh! genug, mein Herr... genug . . .“ rief Olivier mit dem Ausdruck tiefer Bewunderung, „ich errathe nun Alles. welch ein Muth! .. .“
„Sie hat dies gethan!“ rief der Commandant Bernard, indem er wie in Anbetung die Hände faltete. „Sie hat alſo jeglichen Muth!! Einer ſo peinlichen Prüfung trotzen.. ſich unter ein Rad werfen, um es zu verhin⸗ dern, daß ich zermalmt wurde...“
„Sie hören Ihren Oheim, Herr Ollvier,“ ſagte der Marquis. „Was auch zu dieſer Stunde die Lage von Fräu⸗ lein von Beaumesnil ſein mag, haben Sie nicht eine Schuld der Dankbarkeit gegen ſie zu entrichten?“
„Ah! Herr Marquis, dieſe Schuld .. dieſe heilige Schuld der innigſten Liebe hoffte ich dadurch zu bezahlen,


