Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Beaumesnil, erkläre, beſtätige, verſichere, daß dieſes Fräu⸗ lein in der That meine Muͤndel iſt . . . und deshalb war meine Gegenwart hier unerläßlich.

Mein Fräulein, ſagte Olivier, der bleich geworden war, mit bebender Stimme zu Erneſtine,entſchuldigen Sie mein Erſtaunen .. alle hier anweſende Perſonen werden es begreifen . Site Fräulein von Beau⸗ mesnil! . . . Sie . . . die ich für arm und verlaſſen hielt, weil Sie mir es ſagten. . . Aber zu welchem Ende dieſe Verſtellung?

Als Erneſtine den peinlichen Ausdruck in den Zügen von Olivier wahrnahm, fühlte ſie ihr Herz dem Brechen nahe, ihre Thränen floßen, und ſie konnte nur, indem ſie mit flehender Miene ihre Hände faltete, die Worte ſprechen:

Verzeihung! . . . Herr Olivier. Verzeihung!. .

Es lag eine ſo rührende Unſchuld in dieſen einzigen Worten des armen Kindes, das ſich mit bewunderungs⸗ würdiger Naivetät entſchuldigte, weil es die reichſte Erbin Frankreichs war, daß Alle, bis auf Frau von Senneterre und den Baron, köſtlich ergriffen waren; ſelbſt Olivier fühlte, wie ihm die Thränen in die Augen traten.

Herr von Maillefort begriff, daß es Zeit war, die Sachlage offen herauszuſtellen und alle Bedenklichkeiten von Ollvier bis auf die kleinſten zu zerſtören, denn der Buckelige ſah klar, daß der junge Mann, mit Fug und Recht erſtaunt über das Geheimniß, mit dem ſich Fräulein von Beaumesnil bis jetzt gegen ihn umgeben hatte, grau⸗ ſam unter dem Kampfe litt, der ſich zwiſchen ſeiner Liebe und ſeinem mißtrauiſchen Zartgefühl entſpann.

Herr Olivier, ſprach der Marquis,und auch Sie, Herr Commandant Bernard, wollen Sie mir einige Au⸗ genblicke Aufmerkſamkeit ſchenken, und Sie werden ein Räthſel gelöſt ſehen, das Sie in Erſtaunen ſetzen und be⸗ unruhigen muß. . . Eine Waiſe, ungeheuer reich, in ihrer Unſchuld Anfangs nicht bekannt mit den gierigen Leiden⸗ ſchaften, welche um ſie her arbeiteten, glaubte an die über⸗