Dieſer beeilte ſich, mit unſäglichem Glück zu unter⸗ zeichnen.
Doch kaum hatte er ſeinen Vornamen Olivier ge⸗ ſchrieben, als die Feder ſeiner Hand entfiel und er, einen Augenblick über den Tiſch gebückt, ſtumm, unbeweglich vor Erſtaunen blieb, denn er hielt ſich für das Spielzeug einer Täuſchung, da er über ſeinem Namen, den er zu ſchreiben angefangen, die Unterſchrift las:
Erneſtine Vert⸗Puits von Beaumesnil.
Die Urſache des Erſtaunens von Olivier war von der Mehrzahl der Anweſenven ſo ſehr vorhergeſehen, daß Alle einige Augenblicke ein tiefes Stillſchweigen beobachteten.
Der Commandant Bernard allein erhob die Stimme und ſprach zu ſeinem Neffen:
„Nun, mein Junge, was Teufels haſt Du? Kannſt Du Deinen Namen nicht mehr unterſchreiben?“
Noch mehr erſtaunt über das Stillſchweigen der an⸗ dern Perſonen, befragte der alte Seemann dieſe mit dem Blick; doch auf allen Geſichtern, und beſonders auf dem von Erneſtine und Herminie bemerkte er einen bangen, un⸗ ruhigen Ausdruck.
Der Veteran ahnete nun einen ernſten Zwiſchenfall und ſagte zu ſeinem Neffen:
„Olivier, mein Kind, was gibt es? Was hindert Dich, zu unterzeichnen?“
„Leſen Sie dieſen Namen, mein Oheim,“ antwortete der junge Mann, indem er mit zitterndem Finger auf die Unterſchrift von Erneſtine deutete:
„Erneſtine Vert⸗Puits von Beaumesnil!“ rief der Greis, während er den Vertrag näher an ſeine Augen hielt, als könnte er an das, was er ſah, nicht glauben; dann ſich an Erneſtine wendend:
„Sie, mein Fräulein . . . Sie ?.. Fräulein von Beau⸗ mesnil?“
„Ja, mein Herr,“ ſprach mit ernſtem Tone der Baron von la Rochaigue, „ich, der Vormund von Fräulein von


