Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Sind Sie nicht überdies durch Ihre Anhänglichkeit an durch meine Zärtlichkeit für Sie mein Adoptiv⸗ ind

Ich, mein Herr? rief Herminie, welche das, was ſie hörte, gar nicht glauben konnte.Ich Ihre Adoptiv⸗ tochter!

Ja. erfahren Sie endlich meinen Hochmuth. Ich bin eitel darauf geweſen. ich habe Sie im Vertrag ſo be⸗ zeichnen laſſen.

Was ſagen Sie, Herr Marquis?

Hören Sie, ſprach der Buckelige, Thränen in den Augen und mit unwiderſtehlichem Ausdruck,glauben Sie, ich habe rechtlich das ſtrahlende Glück verdient, zu Allen ſagen zu können: das iſt meine Adoptiptochter .. werden Sie ſich weigern, einen ſtets geachteten Namen dadurch, daß Sie ihn führen, zu ehren?

Ah! mein Herr, ſagte Herminie, welche ihrerſeits 1 der Thränen nicht zu erwehren vermochte,ſo viel

e

Nun! ſo unterzeichnen Sie alſo, böſes Kind, rief der Marquis,man könnte ſich ſonſt einbilden, ein ſchönes, reizendes Geſchöpf, wie Sie, ſchäme ſich, einen armen kleinen Buckeligen, wie mich, zum Adoptivpater zu haben.

Ah! dieſer Gedanke! ſagte lebhaft Herminie.

So unterzeichnen Sie ... unterzeichnen Sie ge⸗ ſchwinde, fügte der Marquis bei.

Und mit einer Bewegung voll Zärtlichkeit nahm er

die Hand von Herminie, als wollte er ihr die Feder führen,

und ſprach, während er ſich ihr näherte, zu ihr, ohne daß

es Jemand hörte: Hat nicht diejenige, welche wir beklagen, zu mir ge⸗ ſagt:Seien Sie ein Vater für meine Tochter? Bebend bei dieſer Erinnerung an ihre Mutter, be⸗

täubt von dieſem unerwarteten Antrag, beſiegt endlich durch

die Rührung, durch das Erſtaunen, durch ihre Dankbarkeit Die ſieben Todſünden. UI. 16