Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
Einzelbild herunterladen

227

Frau Herzogin, ich habe Herrn von Maillefort Ge⸗ heimhaltung verſprochen, wollen Sie ſich an ihn wenden; er hat nicht ſeines Gleichen in Löſung der Räthſel.

Frau von Senneterre kam ganz in Verzweiflung, daß ſie vom Baron nichts erfuhr, näherte ſich Herrn von Maillefort und ſagte zu ihm:

Nun, Marguis, werde ich endlich erfahren?

In fünf Minuten werden Sie Alles vernehmen, meine liebe Herzogin, antwortete der Buckelige.

Und er ſagte dem Notar ein paar letzte Worte in's Ohr.

Bweiundzwanzigſtes Rapyitel.

Die zum Behuf der Unterzeichnung des Vertrags Anweſenden näherten ſich dem Tiſch, auf dem die zwei Urkunden lagen, und Fräulein von Beaumesnil ſagte leiſe mit unruhigem Ton zu Herminie:

Ah! meine Freundin, meine Schweſter. . das iſt der entſcheidende Augenblick, Alles kommt an den Tag; was wird Herr Olivier denken, was wird er thun? Stünde mir die Oſſenbarung irgend eines Fehlers, den ich be⸗ gangen, bevor, ich könnte mich nicht ängſtlicher fühlen ..

Muth gefaßt, Eineſtine, erwiederte Herminie,haben Sie alles Vertrauen zu Herrn von Maillefort.

War es Erneſtine bange in Beziehung auf die Be⸗ denklichkeiten von Olivier, ſo fühlte ſich der Buckelige nicht mehr beruhigt hinſichtlich der Empfindlichkeit von Hermi⸗ nie, welche zu dieſer Stunde noch nicht wußte, daß ſie im Vertrag als die Adoptivtochter des Marquis von Mail⸗ lefort, Prinzen Herzogs von Haut⸗Martel aufgeführt war.