Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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geben? Sind dies nicht die eigenen Worte des ehrenwerthen Anweſenden?

Es iſt wahr, mein Herr, und Gott ſei Dank, das, was damals für mich die theuerſte Hoffnung war, wird heute eine Wirklichkeit werden, fügte der junge Mann, Erneſtine anſchauend, bei.

Eine ſolche Uneigennützigkeit iſt wahrhaft unerhört, ſagte leiſe die Herzogin von Senneterre zu ihrer Tochter. Der häufige Umgang mit dieſen Leuten hat unſern armen Gerald verdorben.

Fräulein von Senneterre ſchlug die Augen nieder und wagte es nicht, ihrer Mutter zu antworten, welche noch beifügte:

Doch da dieſer heldenmüthige Herr Fräulein von Beaumesnil ausſchlägt, ſo weiß ich nicht, was ſie und ihr Einfaltspinſel von einem Vormund noch hier machen . . . Ich zerbreche mir den Kopf. .. Warten wir!

Trotz des freudigen Stolzes, den die Oeffentlichkeit,

welche dem edlen Benehmen von Olivier gegeben wurde,

Erneſline verurſachte, war ſie noch nicht ganz beruhigt in

Beziehung auf die Skrupel, welche in Olivier entſtehen

könnten, wenn er erführe, die kleine Stickerin ſei

Fräulein von Beaumesnil.

Ich habe Herrn Olivier Raimond nur noch für die Redlichkeit ſeiner Antworten zu danken, ſprach der Baron, indem er ſich wieder niederſetzte,und die ehrenwerthe Ver⸗ ſammlung wolle die edlen Worte des Befragten gefälligſt im Gedächtniß behalten.

Was des Teufels will denn dieſer Burſche mit den langen Zähnen, der ſich ſo hreit und wichtig macht, als der Thürſteher einer Kathedrale, mit den Phraſen, die er uns zum Beſten gibt? fragte ganz leiſe der Comman⸗ dant Bernard Olivier und Gerald.

Ich begreife das nicht, mein Oheim, und wundere mich ebenſo ſehr als Sie, daß der Herr hier und in die⸗ ſem Augenblick an den Antrag erinnert, den er mir ge⸗

macht hat.