218
„Wir wollen, wenn es Ihnen genehm iſt, mit dem Vertrag des Herzogs von Senneterre anfangen.“
„Gewiß,“ antwortete der Buckelige lächelnd, „Fräu⸗ lein Herminie iſt älter als Fräulein Erneſtine, und man iſt ihr folglich dieſe Ehre ſchuldig.“
Der Notar verbeugte ſich leicht vor ſeinen Zuhörern und ſchickte ſich an, den Heirathsvertrag von Herminie zu leſen, als Herr von la Rochaigue aufſtand, eine äußerſt Stellung annahm und mit ernſtem Tone prach:
„Ich bitte die ehrenwerthe Verſammlung um die Er⸗ laubniß, ehe der Vertrag geleſen wird, einige Bemerkungen machen zu dürfen.“
.
Einundzwanzigſtes Rapitel.
Zuvor ſchon erſtaunt über die Anweſenheit des Baron von la Rochaigue, wurde Olivier Raimond beinahe un⸗ ruhig, als er ihn zu den Anweſenden ſagen hörte:
„Ich bitte die ehrenwerthe Verſammlung um die Er⸗ laubniß, ehe der Vertrag geleſen wird, einige Bemerkungen machen zu dürfen.“
„Der Herr Baron von la Rochaigue hat das Wort,“ ſagte Herr von Maillefort lächelnd.
„Was will denn dieſer Teufelsmenſch hier thun und ſagen ?“ fragte Olivier leiſe Gerald.
„Meiner Treue, ich weiß es nicht, mein guter Oli⸗ vier,“ antwortete der Herzog von Senneterre mit der un⸗ ſchuldigſten Miene der Welt, „hören wir, und wir wer⸗ den es erfahren.“


