Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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„Der Herr Baron von la Rochaigue.“

Einige Minuten nachher führte die Portiére bei Her⸗ minie minder ariſtokratiſche Perſonen ein:

„Der Herr Commandant Bernard!

„Herr Olivier Raimond!

„Fräulein Erneſtine Vert⸗Puits!

„Madame Lainé!“

Die zwei zuletzt genannten Perſonen waren beſcheiden in einem Fiacre gekommen.

Hienach kehrte Madame Moufflon zu ihrem Herrn zurück, der, große Tropfen ſchwitzend, ſo lebhaft war ſeine Neugierde erregt worden, unter dem Gewölbe ſeines Thor⸗ wegs auf⸗ und abging und zu ſich ſagte:

„Mein Gott! mein Gott! was können denn bei meiner Pianiſtin dieſe vornehmen Herren und dieſe hohen Damen machen? Was denken Sie davon, Mutter Moufflon?“

„Mein Herr, ich bin vor Allem ſo verblüfft, daß ich ſechsunddreißig Lichter ſehe; ich befürchte einen Blutſchlag und will meinen Kopf in das Handfaß ſtecken, um mich zu erholen. Beliebt auch vielleicht?“

„Ich habe es,“ rief der Erſpezereihändler triumphirend, zes iſt ein Concert .. meine Pianiſtin gibt ein Concert!“

„Ah! ja wohl!“ erwiederte die Portiére, „als ich das letzte Mal meldete, ſah ich, daß die Damen ihre Mantillen auf das gut geſchloſſene Klavier legten, und daß Anweſenden im Kreis aufgeſtellt waren, während der

otar. .

„Welcher Notar? . Es iſt ein Notar dabei?“

„Ja, mein Herr, und zwar ein herrlicher! ein dicker, ſtarker Mann; er hat zweimal ſo viel Bauch als Sie, und ich meldete ſelbſt: Herr Lervi, Notar; er ſitzt am Tiſch von Fräulein Herminie, Papiere vor ſich, und auf jeder Seite eine Kerze, wie ein Taſchenſpieler.“

„Vielleicht iſt es einer!“ rief Herr Buuffard, „oder wohl ein Kartenſchläger.“