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neugierig um die zwei Redenden, denn der angreifende, ſathriſche Geiſt des Marquis war ſehr bekannt.
„Ich verſtehe Sie nicht, Herr Marquis,“ ſagte Herr von Macreuſe, offenbar ſehr ärgerlich, denn er ahnete eine unerfreuliche Erklärung; „ich habe es weder an Rück⸗ ſicht gegen Sie, noch gegen irgend Jemand fehlen laſſen, nd
„Mein Herr,“ unterbrach ihn der Marquis mit ſeiner
klaren, ſcharfen Stimme, „mein Herr, es ſcheint, Sie
haben die Unannehmlichkeit gehabt, Ihre Mutter zu ver⸗ lirren?“
„Mein Herr,“ verſetzte Herr von Macreuſe ganz er⸗ ſtaunt über dieſe Worte.
„Wäre es unbeſcheiden“ fuhr der Marquis fort, „wäre es unbeſcheiden, Sie zu fragen, wann Sie Ihre ſelige Frau Mutter verloren haben . . . wenn Sie es überhaupt wiſſen?“
„Mein Herr,“ ſtammelte purpurroth der junge Mann, „eine ſolche Frage. . .
„Eine ſolche Frage iſt ganz natürlich, mein lieber Herr, ſie führt den Vorwurf eines Mangels an Rückſicht herbei, über den ich mich im Namen aller Perſonen, die Sie kennen, beklage.“
„Ein Mangel an Rückſicht?“
„Gewiß! warum haben Sie nicht den Perſonen Ihrer Geſeliſchaft artiger Weiſe Mittheilung von dem ſchmerz⸗ lichen Verluſt gemacht, den Sie zu erleiden das Unglück gehabt u. ſ. w.“
„Herr Marquis,“ antwortete der Macreuſe, der nun wieder Kaltblütigkeit erlangte, „ich weiß nicht, was Sie ſagen wollen.“
„Gehen Sie doch! ich, der ich ſehr fromm bin, wie
Jeder weiß, hörte Sie neulich in Saint⸗Thomas⸗d'Aquin
einen Prieſter bitten, er moͤge Meſſen für die Ruhe der Seele Ihrer verſtorbenen Frau Mutter leſen.“ „Aber, mein Herr. ..“ „Aber, mein Herr, was ich ſage, iſt ſo wahr, daß es


