Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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„Für den, welchen man ſogleich tanzen wird,“ ant⸗ wortete Erneſtine, ſehr erſtaunt über dieſe Frage.

„Sie hören, mein lieber Freund,“ ſprach Herr von Maillefort zu dem Herrn, der ihn vorher angeredet hatte, „der nächſte Contrekanz . . .“

„Sehr gut, mein lieber Marquis,“ ſagte der Freund von Herrn von Malllefort.

„Und er ging auf die Herren von Morainville und Hauterive zu, ſprach ihnen ins Ohr, und Beide machten ein Zeichen der Beiſtimmung.

„Mein liebes Kind,“ fuhr der Marquis gegen Fräu⸗ lein von Beaumesnil fort, „ohne daß es gerade das An⸗ ſehen hatte, habe ich mich doch ſeit einiger Zeit ſehr viel mit Ihnen beſchäftigt, denn ich muß Ihnen ſagen, daß ich, obgleich Sie mich in Ihrer Jugend wenig bei Ihrer ar⸗ men Mutter ſahen, doch einer ihrer Freunde, ihrer beſten Freunde war.“

„Ah! Herr Marquis, ich hätte das früher ahnen ſollen .. denn man verleumdete Sie fortwährend bei mir.“

„Das mußte ſo ſein. Nun nur zwei Worte: Herr von la Rochaigue hat mit Ihnen oft von Herrn von Mornand als einem Bewerber um Ihre Hand geſprochen und Ihnen geſagt, Sie könnten keine beſſere Wahl treffen.“

„Ja, mein Herr.“

„Armes Kind!“ ſagte der Marquis voll Mitleid und fuhr dann fort:

„Fräulein Helena, die fromme, die redliche Perſon, hat dasſelbe über Herrn Celeſtin von Macreuſe, auch ei⸗ nem redlichen und frommen Menſchen, geſprochen?“

Als die Waiſe das bittere, ſpöttiſche Lächeln des Marquis bemerkte, da er der Redlichkeit und Frömmigkeit des Schülers des Abbé Ledour erwähnte, ſagte ſie zu dem Buckeligen:

„Herr Marquis, Sie haben vielleicht eine ſchlimme Meinung von Herrn von Maecreuſe?“

„Vielleicht . . . nein, bei Gott! melne Meinung über ihn ſteht ſehr feſt.“