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dinnen gab, ſtellte ſie mich als eine Waiſe ohne Namen und ohne Vermögen vor.“
„Und in dieſer Geſellſchaft fanden Sie Herminie; ſie hat es mir geſagt, und ich verſtehe nun Alles .Sie wollten alſo Ihren eigenen Werth kennen lernen?“
„Ja, mein Herr.. Dieſe Prüfung war peinlich, aber nützlich; ſie lehrte mich unter Anderem den Werth und die Aufrichtigkeit des Eifers, den man dieſen Abend gegen mich kundgibt, ſchätzen.“
Und als der Buckelige, nur mit Mühe die Bewe⸗ gung in ſeinem Innern bewältigend, Erneſtine ſtillſchwei⸗ gend, tief gerührt durch die Entſchloßenheit des Mädchens anſchaute, ſagte ſie ſchüchtern:
„Sie tadeln mich vielleicht, Herr Marquis?“
„Sie tadeln! armes Kind! oh! nein! .. es find nur die Menſchen zu tadeln, deren unwürdiges, niedriges Benehmen Sie zu dieſem Entſchluß gebracht hat, den ich bewundere, denn Sie wiſſen ſelbſt nicht, was Alles Erhabenes und Muthiges in Ihrem Benehmen
Ein Mann von reiferem Alter näherte ſich dem Ca⸗ napé, auf welchem Herr von Maillefort neben Erneſtine ſaß, ſtützte ſich auf die Lehne und ſagte leiſe zu dem Buckeligen: 6
„Herr Marquis, die Herren von Morainville und von Hauterive ſtehen zu Ihren Befehlen, ſie warten dort bei der Thüre.“
„Sehr gut, mein Lieber; tauſend Dank für Ihre Artigkeit und für die dieſer Herren . . Sie haben ſie
unterrichtet?“
„Von Allem.“
„Sie nehmen an?“
„Das iſt ganz einfach! Wie ſollte man einer ſolchen Aufforderung nicht entſprechen?“
Vortrefflich!“ ſagte der Marquis.
Und ſich an Fräulein von Beaumesnil wendend:
„Für welchen Contretanz ſind Sie von Herrn von Mornand engagirt?“


