Piertes Rapitel.
Als Herr von Maillefort neben Fräulein von Beau⸗ mesnil ſaß, ſagte er lächelnd zu ihr:
„Sie haben alſo keine Angſt mehr vor mir?“
„Ah! mein Herr,“ erwiederte Erneſtine, „ich bin ſehr glücklich, daß ſich mir dieſe Gelegenheit bietet, Ihnen zu danken.“
„Für meine Verſchwiegenheit?. . . Seien Sie un⸗ beſorgt, ſie iſt feuerfeſt . . ich gebe Ihnen mein Wort, daß nie ein Menſch erfahren wird, ich habe Sie bei dem girtite bei dem beſten Geſchöpf getroffen, das ich enne.“
„Nicht wahr, mein Herr? Und daß ich Herminie kenne, La ich Ihnen zu verdanken.“
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„Erinnern Sie ſich, daß Sie mich eines Tags vor Fräulein Helena ſehr traurige, aber leider ſehr wahre Worte hören ließen?“ 8
„Armes Kind! . . . Ich ſah Ihre Abneigung gegen mich; ich konnte nicht mit Ihnen allein ſein, und mußte Ihnen doch, während ich andererſeits über Ihnen wachte, um jeden Preis die Augen über die erbärmlichen Schmei⸗ cheleien öffnen, von denen Sie bethört, deren Opfer Sie werden konnten.“
„Nun wohl, Herr Marquis, Ihre Worte haben mir die Augen geöffnet; ich habe geſehen, daß man mich täuſchte, daß ich vielleicht auf dem Punkt war, ſo vielen lügenhaften Schmeicheleien Glauben zu ſchenken; da faßte
ich einen verzweifelten Entſchluß, verſtändigte mich, um
die Wahrheit über mich ſelbſt zu erfahren, mit meiner Gouvernante, und bei einem Ball, den eine ihrer Freun⸗


