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ſich ſehr ermüdet und ſehr leidend fühlte, den Ball zu verlaſſen.
Entzückt über die günſtigen Symptome, die ſie, wie Frau von la Rochaigue, auf dem Geſichte von Erneſtine wahrzunehmen geglaubt hatte, ſagte Frau von Senneterre leiſe zur Baronin:
„Meine Liebe, ſuchen Sie doch zu erfahren, welche Wirkung Gerald hervorgebracht hat.“
Frau von la Rochaigue neigte ſich an das Ohr von Fräulein von Beaumesnil und fragte:
„Nun, meine liebe Schöne, nicht wahr, er iſt reizend
„Oh! Madame, man kann unmöglich liebenswürdi⸗ ger ſein, unmöglich zartere, erhabenere Gefühle offenbaren.“
„Dann, meine liebe Schoͤne, ſind Sie Herzo gin von Senneterre. Das hängt nur noch von Ihnen ab Auf, ſagen Sie mir geſchwinde ein gutes Jal⸗
„Madame, Sie ſetzen mich ſehr in Verlegenheit,“ erwiederte Erneſtine die Augen niederſchlagend.
„Gut, gut! ich begreife,“ ſprach entzückt Frau von la Rochaigue, denn ſie glaubte, nur eine keuſche Zurück⸗ haltung hindere Erneſtine, ſogleich zu geſtehen, daß ſie Gerald heirathen wolle.
„Nun, meine Liebe,“ ſagte Frau von Senneterre zur Baronin, indem ſie ſie leicht mit dem Ellenbogen ſtieß, „nicht wahr, er hat ihr den Kopf verdreht?“
„Ganz und gar, meine liebe Herzogin; doch geben
Sie mir Ihren Arm und laſſen Sie uns ſchnell Herrn von Senneterre ſeinen Sieg verkündigen.“ „Ah! endlich haben wir das liebe Kind, und das iſt nicht ohne Mühe abgegangen! Gerald iſt nun der reichſte Mann Frankreichs. Was unſere kleine Privat⸗ übereinkunft betrifft, meine liebe Baronin,“ fügte Frau von Senneterre ganz leiſe bei, „ſo brauche ich Ihnen nicht zu ſagen, mit welcher Pünktlichkeit, mit welcher Redlichkeit ſie gehalten werden wird Es verſteht ſich, ich habe meinem Sohn nichts davon mitgetheilt, doch ich verbürge mich für ihn!“


