Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Von ihm geleitet, werden Ste vor allen Fallen, die man Ihnen ſtellen dürfte, und von denen Sie vielleicht ſchon umgeben ſind, bewahrt ſein.

Herr von Senneterre, ich werde Ihren Rath nicht vergeſſen. Ein Gefühl lebhafter Sympathie für Herrn von Maillefort folgte bei mir auf eine, einzig und allein durch unwürdige Verleumdungen veranlaßte, Abneigung, die ich bedaure.

Nun iſt unſer Contretanz zu Ende, mein Fräulein, ſagte Gerald, der zu lächeln ſuchte,ich habe den glück⸗ lichen Umſtand, der mir geboten war, benützt. Morgen wird meine Mutter, obgleich es mich große Ueberwindung it ihr Kummer zu machen, meinen Entſchluß er⸗ ahren.

Erneſtine fühlte ſich ſchmerzlich ergriffen bei dem Gedanken, Gerald würde vielleicht am andern Tag ſeiner Mutter ſeine Liebe für Herminie geſtehen.

Wie groß würde der Zorn von Frau von Senneterre ſein! Ihr Sohn eine Waiſe ohne Namen, ohne der reichſten Erbin Frankreichs vor⸗ ziehen .

Und obgleich ſie die Bedingung nicht wußte, welche die ſtolze Herminie für ihre Verheirathung mit Gerald geſtellt hatte, fühlte ſie doch wohl, mit welchen Schwie⸗ rigkeiten dieſe Verbindung verknüpft ſein müßte, und ſie erwiederte deshalb mit traurigem Ton:

Glauben Sie mir, Herr von Senneterre, daß ich in Erwiederung der edelmüthigen Theilnahme, die Sie mir bezeigen, die glühendſten, die aufrichtigſten Wünſche für Ihr Glück und für das der Perſon hege, die Sie lieben . Nun, guten Abend, Herr von Senneterre; ich hoffe, Ihnen eines Tages beweiſen zu können, wie ſehr mich das Edle Ihres Benehmens gegen mich gerührt hat.

Der Contretanz war wirklich zu Ende, und mehrere Frauen nahmen wieder ihre Plätze in der Nähe von Fräulein von Beaumesnil.

Gerald grüßte die Waiſe und ſchickte ſich an, da er