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weigere mich Anfangs und ich ſagte, was auch der Wahr⸗ heit entſprach, ich hätte keinen Geſchmack am Heirathen und würde ohne Zweifel einen ſehr ſchlechteni Ehemann geben „„Was liegt dar an?““ erwiederte meine Mut⸗ ter, „h eirathe immerhin ſie iſt ſo reich.““
Auf eine Bewegung von Erneſtine, fügte Gerald bei:
„Und meine Mutter iſt doch ſo ehrenhaft und ſo ge⸗ ehrt, als irgend Jemand .. Aber wenn Sie wüßten, welchen unſeligen Einfluß das Geld ausübt
„Meine Liebe,“ ſagte leiſe die Herzogin von Senne⸗ terre zu Frau von la Rochaigue, während Gerald ſo zu Erneſtine ſprach, welche ihm mit wachſendem Glück zu⸗ hörte, „meine Liebe, vernehmen Sie etwas?“
„Nein,“ erwiederte ebenſo leiſe Frau von la Rochai⸗ gue; „doch mir ſcheint, die Kleine hört Gerald mit dem größten Intereſſe zu; ich ſchaue ſie an, ohne daß ſie mich ſieht .. . Ihr Geſicht kommt mir zugleich bewegt und ſtrahlend vor.“
„Ich bin meiner Sache bei Gerald ſicher: wenn er will, iſt er unwiderſtehlich,“ ſagte die Herzogin ganz ent⸗ zückt; „die Kleine gehört uns! .. Und es war albern von mir, mich darüber zu ärgern, daß dieſer elende Ma⸗ ereuſe die Frechheit hatte, ſie zum Tanzen aufzufordern.“
„Anfangs,“ fuhr Gerald fort, „weigerte ich mich, wie geſagt, nur an dieſe Heirath zu denken .. ich han⸗ delte als ehrlicher Mann . . . dann ließen mich leider das Zureden meiner Mutter, die Furcht, ſie zu betrüben, der Aerger über einen verhaßten Nebenbuhler und, was weiß ich, vielleicht ſogar meiner unbewußt, der Köder dieſes ungeheuren Vermögens von der Redlichkeit meiner erſten Weigerung abgehen. Ich beſchloß, dieſe Erbin zu heirathen, auf die Gefahr, ſie zum unglücklichſten Geſchöpf zu machen, denn eine auf die Habgier gegründete Heirath iſt immer etwas Unſeliges.“
„Nun, mein Herr, haben Sie dieſen Entſchluß ver⸗
folgt?? „Die Unterredung mit zwei Freunden, Leuten von


