licher Süßigkeit das Herz von Fräulein von Beaumesnil
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mein Fräulein, wollen Sie mir die Ehre erweiſen, die nächſte Viertelſtunde mit mir zu plaudern?“
„In der That, mein Herr, das wäre zuweilen beſſer für die Männer oder für die Frauen, welche zu plaudern wiſſen,“ erwiederte Erneſtine lächelnd.
„Ich meinte auch nur dieſe, mein Fräulein, und da man, um zu plaudern, ſich unendlich viel behaglicher auf einem Sopha fühlt, als ſtehend, ſo würde man ſich für dieſen geplauderten Contretanz ſetzen.“
„Wahrhaftig, mein Herr, ich finde, das iſt eine ſehr glückliche Idee.“
„Und Sie nehmen ſie an?“
„Gewiß,“ antwortete Erneſtine, indem ſie ein wenig näher zu Frau von la Rochaigue rückte und dadurch Ge⸗ rald an ihrer Seite Platz machte.
Da nun die Tänzer und die Tänzerinnen ihre Stelle einnahmen, ſo blieb ein großer Theil der Sitze leer.
Gerald, der keinen Nachbar neben ſich hatte, konnte ſo mit Erneſtine ohne Furcht, gehört zu werden, ſprechen, während Frau von la Rochaigue, um ihrem Günſtling mehr Freiheit zu laſſen, ſich ein wenig von Fräulein von Beaumesnil entfernte und Frau von Senneterre näherte.
Beide ſchienen ſo dem Geſpräch von Gerald und Erneſtine, das fie ſo viel als möglich erleichterten, völlig fremd zu ſein.
Bis dahin hatte Herr von Senneterre, obgleich er viel auf dem Herzen zu haben ſchien, mit einer heiteren Sicherheit geſprochen; als er aber ſo zu ſagen mit Fräu⸗ lein von Beaumesnil allein war, drückten ſeine Züge, ſein Ton die ernſteſte, rührendſte Theilnahme aus.
„Mein Fräulein,“ ſagte er zu der Waiſe mit einem innigen Ton, von dem ſie Anfangs betroffen war, „obgleich dieſen Abend leidend, wollte ich doch auf den Ball kom⸗ men, um bei Ihnen die Pflicht eines redlichen Mannes zu erfüllen.“
Bei dieſen Worten dehnte eine Ahnung von unend⸗


