Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Sehr ungeduldig, die Abſicht des Letzteren kennen zu lernen und zu erfahren, warum er ſie, während er nicht tanzte, engagirt hatte, wartete Erneſtine mit eben ſo viel Theilnahme, als Neugierde auf den Augenblick, wo Gerald ſich ihr nähern würde. Endlich ſah ſie ihn ſeinen Platz verlaſſen, nachdem er einige Worte Herrn von Maillefort, den Erneſtine zum erſten Mal ſeit ihrem geheimnißvollen bei Herminie wiederſah, in's Ohr geſagt atte. S

Bei dem Anblick des Buckeligen konnte ſich Herminie des Errothens nicht erwehren; als ſie jedoch die Augen zu ihm aufzuſchlagen wagte, war ſie gerührt von dem Ausdruck zarter Sorge, mit dem er ſie betrachtete, und bei einem Lächeln des Einverſtändniſſes, das er an ſie richtete, fühlte ſie ſich völlig über die Verſchwiegenheit des Marquis beruhigt.

Als der Augenblick, die Plätze für den Contretanz zu nehmen, gekommen war, näherte ſich Gerald Fräulein von Beaumesnil und ſagte zu ihr:

Ich komme, mein Fräulein, um Ihnen für die Zu⸗ ſage, die Sie gütigſt meiner Mutter geleiſtet haben, zu

danken . . . Und ich bin geneigt, ſie zu erfüllen, wenn ich erfah⸗ ren werde . . .

Warum ich Sie, während ich nicht tanze, für dieſen Contretanz habe bitten laſſen?

Ja, mein Herr.

Mein Gott, mein Fräulein, ſprach Gerald, trotz ſeiner Traurigkeit lächelnd,es handelt ſich um eine Neue⸗ rung, welche, ich bin es feſt überzeugt, viel Erfolg hätte, wenn ſie angenommen würde.

Dieſe Neuerung, mein Herr?

Für viele Perſonen, und ich geſtehe, daß ich zu der Zahl derſelben gehöre, iſt der Contretanz nur ein Vor⸗ wand zu einem Geſpräch, das eine Viertelſtunde dauert. .. Nun! warum nicht ganz einfach ſagen: Madame oder