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was ſage ich? Ihr erſter Höfling ſein: ſtets unterwürſig, ſtets eifrig und dienſtfertig, muß er es ſich zu ſeiner ein⸗ zigen Aufgabe machen, die leichteſten Sorgen des Lebens von Ihnen entfernt zu halten und Ihnen nur die Blüthen deſſelben zu laſſen .. Der Vogel in der Luft muß nicht freier ſein, als Sie; Ihre Vergnügungen, Ihr Wille, Ihre geringſten Launen. Alles muß Ihrem Gatten heitig ſein, wenn er ſeine Pflichten begreift. Iſt er nicht der Sklave? Sind Sie nicht die Gottheit?“
„So iſt es gut, mein Herr! das ſöhnt mich mit Ihnen
aus; doch nach dem, was Fräulein Helena mir von Ihnen.
geſagt hat.. nach dem, was ich ſelbſt geſehen habe . „Und was haben Sie geſehen, mein Fräulein?“ „Ich habe Sie zum Beiſpiel den Armen Almoſen
geben und ſogar mit ihnen ſprechen ſehen.“
„Gewiß mein Fräulein und .. ich
„Ich, mein Herr, ich habe einen Abſcheu vor den Armen Sie find ſo häßlich mit ihren Lumpen . das macht einem übel.“
„Es ſind allerdings abſcheuliche Bettler, mein Fräu⸗ lein; doch man muß von Zeit zu Zeit dieſem Lumpenpack ein Almoſen zuwerfen, wie man einem hungrigen Hund einen Knochen zuwirft, daß er uns nicht beißt; das iſt reine Politik.“
„Oh! mein Herr, dann begreife ich es, denn ich fragte mich, wie Sie ſich für Leute intereſſiren könnten, die ſo widrig anzuſchauen find.“
„Ei! mein Gott, mein Fräulein,“ erwiederte Ma⸗ creuſe immer eifriger, „Sie dürfen ſich nicht über gewiſſe ſcheinbare Widerſprüche zwiſchen der Gegenwart und der Vergangenheit wundern . Beſtehen ſie, ſo find Sie die Urſache müſſen Ste dieſelben alfo nicht verzeihen ?. Was waren vorhin meine erſten Worte? . Geſtand ich Ihnen nicht, Sie haben mein Leben umgekehrt ?. Nun wohl! ja ich hatte Kummer, ich habe keinen mehr ich war fromm es gibt für mich nur
Die ſieben Todſünden. MI. 3
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