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Figur des Contretanzes Herrn von Macreuſe; er benützte dieſe vortreffliche Gelegenheit, um ſeine Phyſiognomie völlig zu umwandeln und die heiterſte, die leichtfertigſte Miene anzunehmen; ſelbſt ſein Tanzen entſprach dieſer Umwand⸗ lung: es war belebter, leichter; der rechtſchaffene junge Mann lächelte ſich ſelbſt zu, trug ſeinen Kopf hoch und keck und richtete, wenn er eine Gelegenheit dazu fand, auf Fräulein von Beaumesnil Blicke ebenſo leidenſchaft⸗ lich, als die erſten beſcheiden und ſchüchtern geweſen waren.
Während er tanzte und ſich unter dieſer neuen Phy⸗ ſiognomie darſtellte, ſagte der Schützling des Abbe Ledour zu ſich ſelbſt:
„Das iſt vortrefflich; dieſe kleine Perſon iſt heuch⸗ leriſch und falſch, da ſie Fräulein von la Rochaigue über ihren Charakter irregeführt hat, oder vielmehr ich errathe dieſe vortreffliche Freundin hat wohl befürch⸗ tet, ſie erſchrecke mich, wenn ſie mir die Wahrheit über Fräulein von Beaumesnil ſage. . . Das heißt mich ſehr wenig kennen. Es iſt mir lieber, daß die Kleine albern und eitel iſt, während ſie glaubt, ſie ſei geiſtreich, reizend und im Stande, die hubſcheſien Frauen dieſes Balles zu verdunkeln: Falſchheit, Albernheit und Eitel⸗ keit. man müßte ſehr ungeſchickt ſein, um ſich nicht mit Vortheil dieſer drei vortrefflichen Hebel zu bedienen. Greifen wir nun die große Frage an! Bei einer Albernen von dieſer Stärke iſt die Zurückhaltung unnöthig und man vermöchte die Schmeichelei nicht zu weit zu treiben; die Artigkeit muß bis zur Kriecherei gehen, denn die Kleine iſt ein durch das Glück verdorbenes Kind Sie weiß vollkommen, daß ſie ſich Alles erlauben kann, und daß man ihr Alles muß hingehen laſſen, weil ſie die reichſte Erbin Frankreichs iſt.“
Und auf ſeinen Platz zurückkehrend, ſagte Herr von Macreuſe zu Erneſtine:
„Mein Fräulein, Sie haben mir vorhin meine Trau⸗ rigkeit vorgeworfen. . Sie dürfen nicht glauben, ich ſei nun vollkommen heiter, doch das Glück, bei Ihnen zu


