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des Mißtrauens, von dem fie beherrſcht war, unwillkühr⸗ lich zu ſich ſelbſt ſagte:
„Armer Herr von Maerreuſe! es iſt in der That peinlich für ihn, daß er ſich zu dieſem Ball verirrt finden muß, an welchem er, verſunken in die Verzweiflung, die ihm der Tod ſeiner Mutter verurſacht, ſo wenig Theil nehmen kann ..
Doch bald gewann das Mißtrauen von Fräulein von Beaumesnil wieder die Oberhand, und ſie fragte ſich
„Warum kommt er dann hierher? Vielleicht leitet ihn nur ein habgieriger Hintergedanke? In einer ſchmählichen Fuffnh vergißt er alſo ſeinen Kummer und ſeine Trau⸗ rigkeit!“
Als endlich Herr von Macreuſe einen günſtigen Augen⸗ blick fand, um ein Geſpräch von einiger Dauer mit Erne⸗ ſtine anzuknüpfen, erröthete er vor Allem abermals und ſagte dann mit ſeinem ſchüchternſten, ſalbungsreichſten und zugleich eindringlichſten Ton:
„Mein Fräulein, ich muß Ihnen wahrhaftig. .. ſehr linkiſch . ſehr lächerlich vorkommen.“
„Warum dies, mein Herr?“
„Seit dem Anfang dieſes Contretanzes habe ich es noch nicht . gewagt.. ein einziges .. Wort. an Sie zu richten.. mein Fräulein. aber. die Unruhe die Fucht
„Ich mache Ihnen bange, mein Herr?“
„Ach! ja, mein Fräulein.“
„Aber, mein Herr... das iſt durchaus nicht galant.“
„Ich verſtehe mich nicht darauf, Galanterien zu ſagen,“ erwiederte Herr von Macreuſe mit einer ſtolzen Traurig⸗ keit, „ich habe nur die Aufrichtigkeit für mich: ich ſpreche von der Furcht, die Sie mir einflößen . . . dieſe Furcht iſt wahr.“ „Und wodurch flöße ich Ihnen dieſe Furcht ein, mein Herr?“ . „Dadurch, daß Sie mein Leben, meine Vernunft umkehren, mein Fräulein; denn ſeit dem Augenblick


