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ſich beinahe nothwendiger Weiſe ein Menſch preisgibt, welcher tanzt, während er eine tiefe Schwermuth zur Schau ſtellt, ſondern er wußte ſich ſogar in den Augen von Fräulein von Beaumesnil beinahe intereſſant zu ma⸗ chen, trotz der choregraphiſchen Bewegungen, zu denen er ſich gezwungen ſah.
Herr von Macreuſe wurde dabei von ſeinem Aeußeren ziemlich gut bedient. Er war ganz ſchwarz angethan und hatte die größte Sorge auf Handſchuhe und Fußbe⸗ kleidung verwendet; der Schnitt ſeines Frackes war tadel⸗ los elegant, und der Atlaß ſeiner ſchwarzen Halsbinde ſtand vortrefflich zu ſeinem blonden, regelmäßigen Geſicht. Seiner, obſchon etwas vollen, Taille fehlte es nicht an Leichtigkeit, und der Sitte gemäß ging er nur im Takte, ſtatt zu tanzen; ſein Gang hatte ſo eine Art von gra⸗ ziöſer Langſamkeit, zuweilen gemiſcht mit plötzlichen Nieder⸗ geſchlagenheiten, als ſchleppte er das ſchmerzliche Gewicht eines großen Kummers.
Zwei oder dreimal warf der fromme junge Mann auf Fräulein von Beaumesnil einen Blick der Herzenspein und zugleich der Reſignation, der zu ſagen ſchien:
„Ich bin den Vergnügungen dieſer Welt fremd .. ich bin nicht am Platz bei dieſen Feſten, von denen mich mein Kummer fern hält; doch dieſem ſchmerzlichen Con⸗ traſt zwiſchen meinen Leiden und den Freuden, die mich umgeben. unterziehe ich mich, weil ich kein anderes Mittel habe, mich Ihnen zu nähern.“
Der theure Zögling des Abbé Ledour gehörte einer hohen Schule vortrefflicher Komödianten an, und in dieſer Schule bearbeitete man ſorgfältig die Mimik im All⸗ gemeinen und insbeſondere die zugleich bezeichnenden, aber beſcheidenen Blicke, die ausdrucksvollen, aber discreten Seufzer, das Ganze gehörig zugerichtet durch Verdrehen der Augen, durch zerknirſchte, gottſelige oder unſchuldsvolle und zuweilen von einer mhſtiſchen Gluth entflammte Mienen; und ſo war der Triumph von Fräulein von Beaumesnil auch in der Hinſicht vollkommen, daß ſie trotz


