Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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von Macreuſe nicht einen Augenblick; er durchſchritt raſch die Menge und bat mit ſchüchternem Tone Erneſtine, ſie möchte ihm die Ehre erweiſen, den eben beginnenden Contretanz mit ihm zu tanzen.

Erſtaunt über das, was fie die unerhörte Frech⸗ heit von Herrn von Macreuſe nannte, neigte ſich Frau von Senneterre raſch an das Ohr von Frau von la Ro⸗ chaigue, um ihr zu ſagen, ſie moge Erneſtine durch ein Zeichen veranlaſſen, die Einladung auszuſchlagen: es war zu ſpät.

Ungeduldig danach verlangend, ſich mit Herrn von Macreuſe gleichſam unter vier Augen zu finden, nahm Fräulein von Beaumesnil ſogleich ſeine Einladung an, ohne das Fächerſpiel von Frau von la Rochaigue abzu⸗ warten, ſtand zum großen Erſtaunen der letzteren auf, er⸗

griff den Arm des frommen jungen Mannes und ſtellte

ſich zum Contretanz.

Dieſer Elende iſt von einer gräßlichen Unverſchämt⸗ heit, ſagte die Herzogin ganz zornig.

Doch ſie unterbrach ſich plötzlich und rief mit dem Ausdruck der lebhafteſten, unerwartetſten Freude, ſich an Frau von la Rochaigue wendend:

Ah! Gott, er iſt es.

er 4.

Gerald! .

Welch ein Glück!. Wo ſehen Sie ihn denn, meine liebe Herzogin?

Dort in der Fenſtervertiefung Armer Junge, wie bleich er iſt! fügte die Herzogin bewegt bei Welches Muthes bedarf er! . Ah! wir find ge⸗ Lettet

In der That, er iſt es, ſagte Frau von la Ro⸗

chaigue nicht minder freudig, als ihre Freundin.Herr

von Maillefort iſt bei ihm . Ah! der Marquls hat

mich nicht getäuſcht. er verſprach mir, in meinem

Intereſſe zu ſein, ſeitdem er weiß, daß es ſich um Herrn von Senneterre handelt.