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viel eleganter geputzt, als die Königinnen des Balls von Madame Herbaut; doch alle Blicke waren auf Erneſtine gerichtet.
„Dieſen Abend wird es mir nicht an Tänzern feh⸗ len,“ dachte ſie, „man wird mich nicht aus Mitleid auf⸗ ſordern, und alle dieſe reizenden jungen Perſonen ſetzt man wohl meinetwegen hintan.“
Während Fräulein von Beaumesnil beobachtete, ſich erinnerte und verglich, ſagte Frau von Senneterre leiſe zu Frau von la Rochaigue, leider ſei Gerald ſo krank, daß er unmöglich auf den Ball kommen könne, und es wurde verabredet, Erneſtine nur ſehr wenig und mit ſehr vorſichtig ausgewählten Perſonen tanzen zu lafſen.
Um dieſes Reſultat zu erreichen, ſprach Frau von la Rochaigue zu Erneſtine:
„Meine liebe Schöne . Sie koͤnnen beurtheilen, welche ſchlagende Wirkung Sie trotz der unbegreiflichen Einfachheit Ihres Anzugs hervorbringen; ich habe es Ihnen immer ohne die geringſte Uebertreibung vorherge⸗ ſagt, und Sie ſehen es wohl . . Sie werden auch mit Aufforderungen überhäuft werden . Doch da es ſich nicht geziemt, daß Sie ohne Unterſchied mit aller Welt tanzen, ſo werde ich, wenn mir eine Einladung annehm⸗ bar ſcheint, meinen Fächer öffnen; iſt das Gegentheil der Fall, ſo halte ich ihn geſchloſſen. . Sie ſchlagen es dann ab, indem Sie ſagen, Sie tanzen ſehr wenig und Sie haben ſchon zu viele Einladungen.“
Kaum hatte Frau von la Rochaigue Erneſtine dieſe Maßregel empfohlen, als man ſich zu einem Contretanz aufftellte.
Mehrere junge Leute, welche vor Verlangen, Fräu⸗ lein von Beaumesnil aufzufordern, brannten, zögerten jedoch, indem ſie ſich dadurch, daß ſie Erneſtine unmittel⸗ bar im Augenblick ihres Eintritts in den Ballſaal bitten würden, mit Recht gegen den Wohlanſtand zu verfehlen glaubten.
Weniger bedenklich und mehr gewandt, zögerte Herr


