Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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wie die von Herrn von Macreuſe! ſagte ganz außer ſich Frau von Senneterre zu Frau von Mirecourt, als der Günſtling des Abbé Ledour ſich entfernt hatte.

Wahrhaftig, meine liebe Herzogin, was Sie mir da mittheilen, ſetzt mich im höchſten Maße in Erſtaunen: und wenn man bedenkt, daß man Herrn von Macreuſe überall als ein Muſter der Frömmigkeit und des ſittlichen Benehmens anführt! . . .

Ja, er iſt ein ſchönes Muſter . . . und ich könnte Ihnen noch andere Dinge von ihm erzählen.

Doch ſich unterbrechend, rief Frau von Senneterre:

Endlich kommt Fräulein von Beaumesnil . . . Ah! welch ein Unglück, daß Gerald nicht hier iſt! . . .

Tröſten Sie ſich, meine liebe Herzogin, Fräulein von Beaumesnil wird wenigſtens den ganzen Abend nur von Ihrem Sohne reden hören. . . Bleiben Sie, ich will das liebe Mädchen zu Ihnen führen . . . Sie und die Baronin werden es nicht verlaſſen.

Frau von Mirecourt ſtand auf, um Fräulein von Beaumesnil, welche in Begleitung von Herrn und Frau von la Rochaigue erſchien, entgegenzugehen: Erneſtine ging am Arm ihres Vormunds.

Ein dumpfes Geſumme, veranlaßt durch die mit leiſer Stimme ausgetauſchten Worte: Das iſt Fräu⸗ lein von Beaumesnil, brachte bald eine allgemeine Bewegung in den verſchiedenen Gemächern hervor, und eine Woge Neugieriger belagerte die Thüren des Salon, wo ſich Erneſtine befand.

WMitten unter dieſer Aufregung, unter dieſem durch ihre Ankunft veranlaßten Gedränge, machte die reichſte Erbin Frankreichs, ihre Augen unter den von allen Seiten auf ſie gehefteten Blicken niederſchlagend, wie man ſagt: ihren Eintritt in die Welt.

Die Arme verglich bei ſich in einer verachtenden Ironie dieſe Ungeduld, dieſe Gierde, ſie zu ſehen und be⸗ ſonders von ihr bemerkt zu werden, dieſes Geflüſter der Bewunderung, das einige Geſchickte bei ihrem Vorüber⸗