Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 8. bis 11. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

ſinn Frau von la Rochaigue befürchtete, und den mein Sohn unkluger Weiſe bei unſeren Plänen ins Vertrauen gezogen hatte . . . daß Herr von Maillefort für uns iſt, denn er kennt den Zweck des Zuſammentreffens an dieſem Abend, und er ſollte mich und Gerald begleiten.

Was wollen Sie, meine liebe Herzogin, dadurch geht nur eine Gelegenheit verloren; doch jedenfalls, ſobald Frau von la Rochaigue mit Fräulein von Beaumesnil kommt, verlaſſen Sie dieſelben nicht und richten Sie es mit der Baronin ſo ein, daß die Kleine nur Unbedeu⸗ tende als Tänzer annimmt.

Und nachdem ſie ſo einige Augenblicke ſtehend geſpro⸗ chen hatten, ſetzten ſich die zwei Frauen auf einen kreis⸗ förmigen Sopha.

Jeden Augenblick kamen neue Perſonen, um Frau von Mirecvurt zu begrüßen; plötzlich machte Frau von Senneterre eine Bewegung und ſagte leiſe und lebhaft zu ihrer Freundin:

Da tritt eben Herr von Macreuſe ein empfangen Sie denn dieſe Sorte?

Wie, meine liebe Herzogin? Ich habe ihn tau⸗ ſendmal bei Ihnen geſehen . . . und eine meiner beſten Freundinnen, die Schweſter des hochwürdigſten Herrn Biſchofs von Ratopolis, Frau von Cheverny hat mich um eine Einladung für Herrn von Macreuſe gebeten; auch wird er überall, und zwar mit Auszeichnung em⸗ itih denn ſein Werk vom heiligen Poly⸗

3 Ei! meine Liebe, der heilige Polykarp hat nichts bei alle dem zu ſchaffen, unterbrach die Herzogin un⸗ geduldig Frau von Mirecvurt;ich habe dieſen Herrn empfangen, wie Jedermann, und bereue es, denn ich habe erfahren, daß es ein großer Schuft iſt ich ſage ſogar, daß man ihn überall wegjagen ſollte! . Man ſpricht von werthvollen Gegenſtänden, welche wäh⸗ rend ſeiner Beſuche verſchwunden find, ſagte Frau von Senneterre ſehr geheimnißvoll und ohne im Geringſten