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Mornand; er begrüßte auf das Uneigennützigſte Frau von Mirecourt, die ihn äußerſt freundlich aufnahm und, ohne vaß ſie ſo richtig zu treffen glaubte, ſehr unſchuldig zu ihm ſagte:
„Ich bin überzeugt, Herr von Mornand, daß Sie ein wenig mir zu Liebe und ſehr viel um die Löwin die⸗ ſes Abends, Fräulein von Beaumesnil, zu ſehen, kom⸗ men.
Der zukünftige Miniſter lächelte und erwiederte mit einer hölliſchen Diplomatie:
„Ich verſichere Sie, Madame, daß ich ganz einfach gekommen bin, um die Ehre zu haben, Ihnen meine Achtung zu bezeigen und einem der reizenden Feſte bei⸗ zuwohnen, die Sie allein zu geben wiſſen.“
Hienach machte Herr von Mornand einen Bückling, 6hr ſich von Frau von Mirecourt und ſagte leiſe zu
avil:
„Sieh nach, ob ſie nicht in den andern Salons iſt. I„ch bleibe hier; ſuche den Baron zu mir zu bringen, wenn Du ihn triffſt.“
Ravil machte ſeinem Pylades ein Zeichen der Ein⸗ willigung und ſagte, an ſein Zuſammentreffen am vorigen Tag denkend, von welchem Herrn von Mornand etwas mitzutheilen er ſich wohl gehütet hatte, zu ſich ſelbſt:
„Ah! dieſe Erbin geht ganz allein als Griſette in öde Quartiere und kehrt dann zu der abſcheulichen Lainé zurück, die ſie gefällig in einem Fiaere erwartet. Ich
wundere mich nicht mehr, daß mir dieſe unwürdige Gou⸗
vernante vor vierzehn Tagen rund heraus erklärt hat, ich dürfe nicht mehr auf ihren Einfluß zählen, den ich ſo gut auszubeuten gehofft hatte. Doch zu weſſen Vortheil be⸗ günſtigt ſie dieſe Intrigue der kleinen Beaumesnil? Denn eine Intrigue muß durchaus dabei ſtattfinden. Dieſer dicke Dummkopf Mornand hat keinen Theil daran, ich hätte vas erfahren . Ich muß nothwendig das Wahre von dem Allem herausſinden, denn je mehr ich darüber nach⸗ denke, deſto mehr kommt es mir vor, als wäre hier ein


