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„Es iſt allerdings einfältig, zu glauben, es würde mir einer von dieſen fabelhaften Gewinnſten zufallen; ich habe, ich weiß nicht wie viele Millionen von Chancen gegen mich doch man hat am Ende Gewin⸗ nende geſehen ..
Was die Perſonen betrifft, aus denen die Geſellſchaft
von Frau von Mirecourt beſtand, ſo waren es beinahe
dieſelben, welche einige Monate früher dem von Frau von Senneterre bei Tag gegebenen Ball beigewohnt und bei vieſer Fete mehr oder minder an den Geſprächen, deren Gegenſtand der muthmaßliche Tod der Gräfin von Beau⸗ mesnil geweſen war, Antheil genommen hatten. 4
Mehrere von dieſen Perſonen erinnerten ſich auch der Neugierde, welche in jener Zeit Fräulein von Beaumes⸗ nil, damals im Ausland und Niemand bekannt, einge⸗ flößt hatte; die Mehrzahl der Gäſte von Frau von Mire⸗ court ſollte alſo an dieſem Abend die Löſung des einige Monate zuvor geſtellten Problems erhalten:
War Fräulein von Beaumesnil ſchön wie ein Geſtirn, oder häßlich wie ein Ungeheuer? ſtrotzend vor Geſund⸗ heit, oder ſchwindſüchtig und abgezehrt? (und man erinnert ſich, daß die Feinſchmecker im Punkte der Erbinnen da⸗ mals behauptet hatten, es gebe in dieſer Hinſicht nichts Zarteres und Wünſchenswertheres, als eine bruſtkranke Waiſe.) „ Es ſchlug zehn Uhr.
Frau von Mirecourt fing an unruhig zu werden. Frau von Senneterre und ihr Sohn erſchienen nicht, und
Fräulein von Beaumesnil konnte jeden Augenblick kommen;
es war aber verabredet daß Erneſtine den ganzen Abend von Frau von la Rochaigue und Frau von Senneterre umgeben ſein, und daß dieſe auf eine geſchickte Weiſe S den erſten Contretanz mit der Erbin zuwenden ollte.
Jeden Augenblick folgte ſich die Geſellſchaft zahlrei⸗ cher und gedrängter; unter den Ankömmlingen erſchien auch, in Begleitung von Herrn von Ravil, Herr von


