Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 2. Band (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Mich, mein Herr, ſprach Herminie lebhaft, im Ge⸗ danken an das Glück, ihre Schweſter kennen zu lernen; wie ſoll ich mit Fräulein von Begumesnil in Verbindung kommen?

Auf eine ganz einfache Weiſe, von der man Ihnen auch, glaube ich, ſchon ſprach, als Sie ſich ſo edel gegen Frau von la Rochaigue benahmen.

In der That, mein Herr, man ließ mich hoffen, ich würde zu Fräulein von Beaumesnil gerufen werden, um ihr Lectionen auf dem Klavier zu geben.

Mein liebes Kind, die Sache iſt geordnet.

Wahrhaftig!

Ich habe geſtern Abend mit Frau von la Rochaigue geſprochen. . . Sie muß Sie heute oder morgen Fräu⸗ lein von Beaumesnil als Klavierlehrerin vorſchlagen; ich zweifle nicht daran, daß dieſe einwilligt . . . Was Sie betrifft, mein liebes Kiud, ſo ſehe ich vorerſt von Ihrer Seite die Möglichkeit einer Weigerung nicht . . .

Oh! entfernt nicht, mein Herr!

Und was ich von Ihnen für die Tochter verlange, ſagte der Buckelige gerührt,verlange ich im Namen ihrer Mutter, für die Sie eine ſo zärtliche Zuneigung hegten.

Oh! Sie können nicht an der Theilnahme zweifeln, die mir Fräulein von Beaumesnil ſtets einflößen wird;

doch da ſich mein Verhältniß zu ihr auf Mufikunterricht beſchränken muß . . .5

Nein, nein!

Wie ſo, mein Herr?

Sie fühlen wohl, mein liebes Kind, daß ich mir nicht ſo viel Mühe gegeben hätte, um dieſe Annäherung zwiſchen Fräulein von Beaumesnil und Ihnen herbeizufüh⸗ ren, wenn ſie ſich auf gegebenen und empfangenen Klavier⸗ unterricht beſchränken müßte.

Aber, mein Herr ..

Es handelt ſich um ernſte Intereſſen, welche in keine

beſſeren Hände, als in die Ihrigen, gelegt werden konnen.

Ich bitte, erklären Sie ſich.