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zu gehen; er fragte ſich mit nicht geringerem Erſtaunen, durch welche Mittel Erneſtine an dieſem Morgen völlig frei über einige Stunden habe verfügen können; er be⸗ fürchtete jedoch, das Mißtrauen von Herminie, wenn er ſie weiter ausforſchen würde, zu erregen, und ſagte daher:
„Es macht mich glücklich, vaß ich weiß, Sie beſitzen eine Ihrer ſo würdige Freundin; . und mir ſcheint, daß ſie nicht zu geeigneterer Zeit hätte kommen können,“ fügte der Buckelige theilnehmend bei.
„Warum dies, mein Herr?“
„Sie wiſſen, daß Sie mir das Recht der Offenherzig⸗ keit eingeräumt haben.“
„Allerdings.“
„Nun wohl, ich glaube, Sie befinden ſich nicht in Ihrem gewöhnlichen Zuſtand .. Sie ſind bleich; man ſieht, daß Sie vor wenigen Augenblicken geweint haben, armes, liebes Kind!“
„Mein Herr! ich verſichere Sie ..“
„Und vas iſt mir, wenn ich es Ihnen ſagen ſoll, um ſo mehr aufgefallen, als Sie mir die zwei letzten Male, wo ich Sie geſehen, ganz glücklich vorkamen. Ja, die Zufriedenheit war in Ihren Zügen zu leſen, und dies ver⸗ lieh ſogar Ihrer Schönheit etwas ſo Glänzendes, daß ich Ihnen, wie Sie ſich vielleicht wegen der Seltenheit der Sache erinnern werden, ein Compliment über Ihre ſtrah⸗ lende Schönheit machte . urtheilen Sie ein wenig, ich, der ich der verdrießlichſte Lobſpender der Welt bin!!“ fügte der Buckelige bei, der ein Lächeln auf die Lippen von Herminie zu bringen bemüht war.
Aber dieſe konnte ihre Traurigkeit nicht überwinden und erwiederte:
„Die heftige Gemüthsbewegung, welche bei mir die Gefahr veranlaßte, der Erneſtine dieſen Morgen entgangen iſt, hat ohne Zweifel eine Veränderung in meinen Zügen veranlaßt.“
neberzeugt, daß Herminie unter einem Kummer litt,
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