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wünſche er ſich Glück, vaß er häuſig durch dieſes Gäßchen zu gehen habe, um ſich zu einem ſeiner Kriegskameraden zu begeben, der ein kleines Haus bewohne, das man in der That vom Garten aus erblickt Was ſoll ich Ihnen ſagen, Erneſtine? . . Beinahe jeden Abend hatte ich ſo eine Unterredung mit Gerald, oft ſogar gingen wir mit einander auf den Wiesgründen ſpazieren, wo dieſen Morgen Herrn Bernard der Unfall widerfahren iſt. Ich fand bei Gerald ſo viel Offenheit, ſo viel Herzensadel, ſo viel Geiſt und Frohſinn; er ſchien mich endlich ſo hoch und, ich darf es wohl ſagen, ſo richtig zu ſchätzen, daß, als der Tag kam, wo mir Gerald ſeine Liebe erklärte und mir ſagte, er könne nicht ohne mich leben, mein Glück
groß war, Erneſtine . oh! ſehr groß! denn, ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, hätte mich Gerald nicht geliebt . . . Es wäre mir unmöglich ge⸗ weſen, auf dieſe Liebe zu verzichten . und allein lie⸗
ben . ohne Hoffnung lieben,“ fügte das arme Geſchöpf, bebend und nur mit Mühe ſeine Thränen bewältigend bei, „oh! das iſt ſchlimmer als der Tod, es iſt ein ewig troſt⸗ loſes Leben.“
Doch ihre Erſchütterung überwältigend, fuhr Her⸗ minie fort:
„Was ich fühlte, ſagte ich Gerald offenherzig; von meiner Seite war es nicht nur Liebe, es war beinahe Dankbarkeit, denn ohne ihn kam mir das Leben zu gräß⸗ lich vor. „„Wir ſind Beide frei,“ ſprach ich zu Gerald, „„unſere Lage iſt gleich . . . wir haben unſeren täglichen Lebensunterhalt von der Arbeit zu fordern .. und vies befriedigt meinen Stolz, denn der der Frau auferlegte Müßiggang iſt für ſie eine grauſame Demüthigung. Unſere Eriſtenz wird eine beſcheidene, vielleicht unſichere ſein; doch durch Muth, gegenſeitig unterſtützt und ſtark durch unſere Liebe, werden wir den ſchlimmſten Tagen trotzen.“
„Oh! Herminie, welch eine würdige Sprache wie glücklich und ſtolz mußte ſich Gerald fühlen, Sie zu lieben! Doch ich wiederhole, warum Ihre Thränen,


