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worden war . . . Sie ſehen, Erneſtine, Gerald befand ſich in einer der meinigen ähnlichen Lage, und frei, wie er, war ich ſehr entſchuldbar, daß ich mich von dieſer unſeligen Neigung hinreißen ließ.“
„Warum unſelig, Herminie?“
„Noch einige Worte, und Sie wiſſen Alles. Am andern Tag nach unſerem Zuſammentreffen bei Madame Herbaut ſaß ich in der Abenddämmerung, nachdem ich von meinen Lectionen zurückgekehrt war, in dem Garten, in welchen mir der Eigenthümer aus Gefälligkeit den Ein⸗ tritt geſtattet hatte; dieſer Garten iſt, wie Sie hier aus dem Fenſter ſehen können, von dem Gäßchen, das an dem⸗ ſeiben hinläuft, nur durch eine niedrige Hecke getrennt; von der Bank aus, auf der ich ſaß, ſah ich Gerald vor⸗ beigehen: ſtatt wie am Tage vorher mit einer eleganten Einfachheit gekleidet zu ſein, trug er eine graue Blouſe und einen breitkrämpigen Strohhut; er machte eine Be⸗ wegung des Erſtaunens, als er mich erblickte; doch weit entfernt, dadurch gedemüthigt zu ſein, daß ich ihn in ſei⸗ nem Arbeiterkleid ſah, grüßte er mich, trat er näher zu mir und ſagte heiter, er habe ſo eben ſein Tagewerk be⸗ endigt, er leite gewiſſe Abtheilungen eines militäriſchen Bauweſens, das man in der Ebene von Monceau aus⸗ führe. „„Es iſt dies halb das Gewerbe eines Architekten, hub das eines Soldaten, was mir beſſer gefällt, als die vüſtere Schreibſtube des Notars,““ ſprach er zu mir; „„was ich verdiene, genügt mir; ich habe tüchtige, brave Arbeiter zu führen, ſtatt Prozeſſe zu ſchmieren, und das iſt mir lieber.““
ich begreife dieſen Vorzug, meine liebe Her⸗ minie.“
„Gewiß ich geſtehe Ihnen auch, Erneſtine, daß mich dieſes Fügen in eine peinliche Arbeit, ich möchte bei⸗ nahe ſagen in eine Handarbeit, um ſo mehr rührte, als Gerald eine gute Erziehung genoſſen hat; er verließ mich bald an dieſem Abend und ſagte, in der Hoffnung, mich zuweilen an der Grenze meines Parkes zu treffen,
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