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verhinderte ſie, das Erſtaunen von Fräulein von Beaumes⸗ nil zu bemerken.
Bei dieſem Geräuſch erhob ſich Erneſtine von dem Bett, auf dem ſie ſaß, während Herminle, ſehr ärgerlich über den läſtigen Beſuch, ſich nach der Thüre wandte.
Ein alter Bedienter übergab ihr ein Billet folgenden Inhalts:
„Ich habe Sie mehrere Tage nicht mehr geſehen, mein liebes Kind, denn ich bin ein wenig leidend geweſen. Koͤnnen Sie mich dieſen Morgen empfangen? „Ihr ſtets wohlgewogener „Maillefort.“
„N. S. Machen Sie ſich nicht die Mühe, mir zu antworten; wenn Sie Ihren alten Freund empfangen wollen, ſagen Sie nur dem Ueberbringer dieſes Billets ja.“
Ganz von ihrem Kummer erfüllt, war Herminie auf dem Punkt, irgend Etwas vorzuſchützen, um den Beſuch von Herrn von Maillefort zu vermeiden; doch ſie bedachte, der Marquis, der zur großen Welt gehörte, kenne ohne Zweifel Gerald, ſie dürfte, ohne ihr Geheimniß dem Buckeligen preiszugeben, von ihm genaue Auskunft über den Herzog von Senneterre erhalten, und ſie ſagte deshalb zu dem Bedienten:
„Ich werde den Herrn Marquis von Maillefort die⸗ ſen Morgen erwarten.“
Dann in ihr Zimmer zurückkehrend, wo Fräulein von Beaumesnil ihrer harrte, ſprach Herminie zu ſich ſelbſt:
„Aber wenn Herr von Maillefort kommt, während Erneſtine noch hier iſt? Nun! was iſt daran gelegen, wenn ſie ihn bei mir ſieht! ſie hat nun meine Geſtändniſſe und überdies iſt das liebe Kind ſo beſcheiden, daß es mich beim Anblick eines Fremden mit dieſem allein laſſen wird.“
Herminie ſetzte alſo ihre Unterredung mit Fräulein von Beaumesnil fort, ohne ihr etwas von dem nahe bevor⸗


