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bergen; er ging, ein Lächeln auf den Lippen, den Spott im Blick, auf Frau von la Rochaigue zu und ſagte zu ihr:
„Nicht wahr, meine liebe Baronin, ich bin ſehr un⸗ beſcheiden? Doch Sie wiſſen, oder Sie wiſſen vielmehr nicht, man hat ſeine Freunde nur, um bei ihnen ſeinen Fehlern den freien Lauf zu laſſen, wenn man nicht etwa,“ fügte der Margquis, ſich vor Helena tief verbeugend bei, „wenn man nicht etwa, wie Fräulein von la Rochai⸗ gue keine Fehler hot und als ein Engel der Voll⸗ kommenheit zur Erbauung der Gläubigen vom Himmel herabgeſtiegen iſt; dann iſt es noch ſchlimmer: iſt man ſo vollkommen, ſo verhängt man über ſeine Freunde die Strafe des Neides oder der Bewunderung, denn für Viele läuft dies auf Eins hinaus.“
Dann ſich an Herrn von la Rochaigue wendend:
„Nicht wahr, ich habe Recht, Baron? Ich berufe mich auf Sie, der Sie das Glück haben, weder durch Vorzüge, noch durch Fehler zu verletzen.“
Der Baron lächelte, zeigte übermäßig ſeine langen Zähne und erwiederte, indem er ſeine üble Laune zu über⸗ winden ſuchte:
„Ah! Marquis! . Marquis immer boshaft, aber immer liebenswürdig.“
Da es ihm nun einſiel, er könnte nicht umhin, Herrn von Maillefort ſeiner Mündel vorzuſtellen, welche den Buckeligen mit wachſender Angſt anſchaute, ſo ſagte der Baron zu Erneſtine:
„Meine liebe Mündel, erlauben Sie mir, Ihnen den Herrn Marquts Lvon Maillefort, einen unſerer Freunde vorzuſtellen.“
Nachdem er ſich vor dem Mädchen verbeugt hatte, das ſeinen Gruß verlegen erwiederte, ſprach der Buckelige mit kalter Höflichkeit:
„Mein Fräulein, ich fühle mich glücklich, daß ich nun einen Grund mehr habe, häufig zu Frau von la Rochai⸗ gue zu kommen.“
Und als ob er ſich durch dieſe alltägliche Redensart


