Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 2. Band (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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ſtine,wenn es Sie nicht zu ſehr langweilt, ſo erlauben Sie mir wohl, Frau von Mirecourt in Ihrem Salon zu empfangen; es iſt eine würdige und vortreffliche Perſon.

Machen Sie es ganz, wie es Ihnen beliebt, erwie⸗ derte Erneſtine.

Laſſen Sie in den Salon von Fräulein von Beau⸗ mesnil eintreten, ſagte die Baronin zu einem von den Bedienten.

Dieſer ging hinaus, kam bald wieder zurück und meldete:

Nach den Befohlen der Frau Baronin habe ich bei dem Fräulein eintreten laſſen. . . Doch es war nicht Frau von Mirecourt.

Wer war es denn?

Der Herr Marquis von Maillefort, Frau Baronin.

Bei dem Namen des Marquis rief der Baron:

Das iſt unerträglich. . . Ein Beſuch zu einer ſol⸗ chen Stunde iſt eine unbegreifliche Vertraulichkeit.

Die Baronin bedeutete ihm durch ein Zeichen, er möge ſich vor den Leuten Zwang anthun, und ſagte leiſe 6 n welche ſich über dieſen Vorfall zu wundern chien.

Herr von la Rochaigue liebt Herrn von Maillefort nicht, der einer der boshafteſten Buckeligen iſt, die man ſich vorſtellen kann.

Ein wahrer Satan, fügte Helena bei.

Mir ſcheint, ſagte Erneſtine nachdenkend,mir ſcheint, ich habe früher bei meiner Mutter den Namen Maillefort ausſprechen hören.

Ei! gewiß, meine Schönſte, erwiedertr die Baronin, man ſprach nicht gerade vom Marquis als von einem guten Engel.

Ich erinnere mich nicht, ob ich vom Marquis im Guten oder im Böſen habe reden hören, ſagte Erneſtine, ich erinnere mich nur ſeines Namens.

Und dieſer Name iſt der einer wahren Peſt!! rief der Baron.