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„Ich ſetze Sie in Erſtaunen . Das iſt ganz ein⸗ fach, Sie kennen ſich nicht, meine liebe Schöne; doch ich, die ich Sie ſtudiere, die ich Sie mit dem eiferſüchtigen Auge einer Mutter bewache . ich ſehe Alles vorher,
was Sie ſein werden, und wünſche mir Glück dazu ..
Es iſt ein ſo entzückendes Daſein, das Daſein einer ge⸗ feierten Frau . . ſie iſt Königin bei allen Feſten, bei allen Vergnügungen und ihr Leben geht in einem beſtän⸗ digen Zauber hin . Ah! hören Sie, damit Sie einen Begriff von der Welt bekommen, über welche Sie eines Tags zu herrſchen beſtimmt find, müſſen wir übermorgen nach den Champs⸗Ely 6es fahren es findet ein Weit⸗ rennen im Bois de Boulogne ſtatt Sie werden das ganze elegante Paris zurückkommen ſehen, das iſt eine Zerſtreuung, welche ſich vollkommen mit Ihrer Trauer verträgt.“
„Madame . . entſchuldigen Sie mich . .. doch ie großen Verſammlungen machen mir bange . . . und
„Oh! meine theure Schöne,“ entgegnete die Baronin, ihre Mündel unterbrechend, „ich bin unbeugſam; Sie müſſen das für mich thun .. Auch lege ich einen großen Werth darauf, daß ich behandelt werde, wie meine vor⸗ treffliche Schwägerin . Ei! ſagen Sie mir, meine liebe
chöne was haben Sie denn für morgen früh um neun Uhr mit dieſer guten Helena insgeheim verabredet?“
„Fräulein Helena will mich in den Gottesdienſt füh⸗ ren .. Madame.“
„Sie hat Recht, meine liebe Schöne; man darf ſeine religiöſen Pflichten nicht zu ſehr vernachläßigen . Doch neun Uhr iſt ſehr frühe, die Frauen der Welt beſuchen die Kirche erſt um Mittag; da hat man doch wenigſtens Zeit gehabt, eine elegante Toilette zu machen . . . und man trifft in der Kirche bekannte Geſichter.“
„Es iſt bei mir Gewohnheit, frühzeitig aufzuſtehen,
adame, und da es Fräulein Helena vorzieht, um neun


