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Feſtigkeit, Ergebung und Würde, die ich von Ihrem Charakter erwartete, auf ſich genommen, dieſe Unter⸗ thänigkeit hat für Sie den Vortheil gehabt, daß Sie praktiſch in die beſcheidenſten Details des Haushalts eingeweiht wurden. — Ja,“ fügte der Doctor lächelnd hinzu, „ja, mein lieber Philipp, dieſe ſchöne Muſe, welche den goldenen Kranz, den man ſo eben auf ihre edle Stirne gedruckt hat, ſo wohl verdient, iſt eine ebenſo vortreffliche Hausfrau wie Ihre Mutter und wird gleich dieſer einen lebendigen Beweis da⸗ für abgeben, daß das Genie ſich bei einer Schrift⸗ ſtellerin mit der Ordnung, mit der guten Oeconomie,
mit der Regelmäßigkeit des häuslichen Lebens, die
beinahe unzertrennlich von der Regelmäßigkeit der Sitten iſt, vermählen kann und vermählen muß. In dieſer Beziehung, meine Freunde, noch ein letztes Wort, als eine Art von Schlußmoral für die An⸗ hänger der Kunſt um der Kunſt willen, — mit andern Worten für die Anhänger der Vernachläſſi⸗ gung oder gänzlichen Verneinung des erhabenen, moraliſirenden Zweckes, den ein Schriftſteller ver⸗ folgen muß, wenn er ſeinem heiligen Beruf nicht untreu werden will.
„Die Verfaſſerin des modernen Cherubin hat Kunſt um der Kunſt willen getrieben.
„Die Verfaſſerin des ſocialen Elends und die Verfaſſerin der Waiſen und der Reiſe zweier Seelen durch die Welten haben ihren Werken einen nützlichen, edlen, erhabenen Zweck gegeben. Vergleichen Sie nun das Facit (bitte um Verzeihung für dieſen arithmetiſchen Ausdruch, vergleichen Sie, ſage ich, nach den Thatſachen, die wir geſtern und


