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XXVII.
Jetzt wandte ſich Herr Max zu Clemence Hervs und ſagte:
„Sie wiſſen, ich bin vollſtändig Ihrer Anſicht. Liebesehen, in der erſten Jugend zwiſchen Herzen ge⸗ ſchloſſen, die vermöge ihrer Gefühle und einer glei⸗ chen Reinheit einander würdig ſind, ſind die einzi⸗ gen, die beinahe ſichere Bürgſchaften des Glücks für die Zukunft darbieten. Der Bund dieſer Kinder wird, wenn mich meine Diagnoſe nicht täuſcht, eine Liebesehe im beſten Sinne des Wortes ſein, folglich muß man nach meinem geringen Dafürhalten dieſe Kinder verheirathen, ehe ein Monat vergeht.“
„Mein Gott, was mir da einfällt,“ ſagte die be⸗ rühmte Schriftſtellerin plötzlich voll Unruhe. „Helviſe, Sie haben mir von einer Heirath geſagt, zu welcher Ihr Onkel und Ihre Tante Sie zwingen wollten.“
„Ja, meine Mutter,“ antwortete das junge Mädchen, mit zärtlicher Betonung des Wortes Mut⸗ ter, „aber man kann in dieſer Beziehung keinen Zwang gegen mich ausüben .. ich habe mein Ver⸗ ſprechen gegeben . . ich habe nur ein einziges Wort.“
„Allerdings, liebes Kind, aber wenn Ihre Ver⸗ wandten vermöge ihrer Rechte als Vormünder ſich dieſer Verbindung widerſetzten?“
„Was höre ich,“ rief Philipp ängſtlich, „was ſagſt Du, Mutter?“
„He, he,“ grinste der Doctor, „dieſer gute Junge vergißt in ſeiner verliebten Angſt, daß, wenn ich mich einmal einer Sache annehme, ich ſie auch


