Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

312

Ei, was da, halt Dein Maul, Major, und ſchwatz nicht ſo viel, rief Herr Robertin ungeduldig und zornig.Hältſt Du denn Madame Clemence Hervé für ſo einfältig, daß ſie ſich wieder mit der⸗ ſelben Komödie hintergehen ließe wie geſtern? Ver⸗ dammte Heuchlerin! RNein, nein, das iſt alles ver⸗ gebens . . Komm jetzt!

So ſprechend ergreift er barſch den Arm ſeiner Frau, ſteckt ihn unter den ſeinigen und preßt ihn wie in einem Schraubſtock zuſammen, ohne daß ſie übrigens den mindeſten Widerſtand leiſtet.

Ihr Diener, meine Herrſchaften, ſagte er, Ihr Diener, Herr Doctor Max, der Sie mein Engel des Heils ſind. Ich werde mein Bureau nicht mehr betreten, ich werde meine Frau keine Sekunde mehr verlaſſen und werde folglich auch nicht mehr geprellt werden, wie ſo viele Andere. Und nun, Major, rechts umkehrt! Vorwärts! Marſch! Du nannteſt Dich Major Sauſewind, und ich nenne Dich Major Luder!

Herr Robertin entfernt ſich triumphirend und zieht mit hämiſcher Geberde ſeine Frau mit, deren letzter Blick mit einem aufrichtigen Ausdruck der Er⸗ kenntlichkeit auf Clemence Hervé verweilt.

Die Verfaſſerin des ſocialen Elends, ihr Sohn, Heloiſe, Julian und der Arzt bleiben allein zurück. He, he, ſagte der Doctor Mar mit höhniſchem Gegrinſe,die Lection war ein bischen hart, kann aber doch vielleicht durch Ihr Verdienſt, meine liebe Clemence Hervé, der Verfaſſerin des modernen Cherubin zum Nutzen gereichen . . . Die ſchlech⸗