Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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ſchweigen benützte, das auf die letzten Worte des Herrn von Hapner folgte.Hat man auch ſchon Barone zu Dir geſchickt, um Dir im Namen Deutſch⸗ lands goldene Kränze anzubieten? Da haſt Du wie⸗ der Galle zu kauen, Major. O dieſer Teufelsdoctor hat Recht gehabt, daß er uns bleiben hieß . . . Du mußt berſten vor Bosheit.

Virginie blieb ſtumm und düſter. Sie ſchlug nicht einmal die Augen zu ihrem Manne auf und ſagte zu ſich ſelbſt:

Ja, das Gute, das Schöne, das Rechte ſind mit einer unwiderſtehlichen Gewalt ausgeſtattet. Ich kann es unmöglich läugnen! Dieſe Familie, welche Clemence Hervé ganz plötzlich durch einige Zeilen aus dem Elend gerettet hat; Deutſchland, das bei der poetiſchen Stimme von Maria Saint-Clair in Aufregung geräth und einen Geſandten zu ihr ab⸗ ordnet, um ſie zu krönen .. das ſind handgreifliche Thatſachen. Sie erbittern, ſie quälen mich, aber ſie ſind vorhanden. Ha, wie glorreich iſt doch der Cul⸗ tus der Literatur, wenn .. Aber Virginie wich zurück vor einer großmüthigen Idee, gegen welche ihr Hochmuth, ihr Haß und Neid ſich noch empörten, obſchon ein unbeſtimmtes Verlangen nach einem beſ⸗ ſeren Leben ſich ſeit einigen Augenblicken allmälig in ihre verhärtete Seele eingeſchlichen hatte.

Heloiſe war, nachdem ſie das Käſtchen von Herrn van Hapner empfangen und ſeine letzten Worte ver⸗ nommen hatte, im Anfang dermaßen verwirrt, daß die Worte auf ihren Lippen erſtarben. Bald aber machten ihr die ſtrahlenden Blicke Philipps und ſei⸗ ner Mutter, die ſich aus ſo vielen Gründen ſo innig

Sue, der Teufel als Arzt. III. 20