Schulen Deutſchlands über dieſe Theodicee entſpon⸗ nen; doch ich ſchließe, mein Fräulein, weil ich be⸗ fürchten müßte Ihre Beſcheidenheit länger in Ver⸗ legenheit zu ſetzen; ich will nur noch hinzufügen, daß die zahlreichen Bewunderer Ihres Genies in den Hauptſtädten des deutſchen Bundes gleichzeitig eine Subſcripton eröffnet haben, um Ihnen mit die⸗ ſem Kranz, deſſen Ihre Stirne würdig iſt, ihre Huldigungen darzubringen.“
So ſprechend, überreichte Herr von Hapner He⸗ loiſen ein offenes Käſtchen, worin auf weißem Sammt ein Kranz von ausgezeichneter Arbeit zu ſehen war. Seine Zweige, die von mattem Golde waren, ver⸗ ſchwanden halb unter grün emaillirten Blättern, welche das Laubwerk des Lorbeers vorſtellten; ein großer Knoten von polirtem Gold verband die beiden Zweige, aus denen der Kranz beſtand, an ihren Enden, und auf dieſem Knoten ſtand zu leſen: Huldigung des poetiſchen Deutſchland an Maria Saint⸗Clair.
Das junge Mädchen empfing das Käſtchen zit⸗ ternd vor innerer Bewegung. Herr von Hapner vollendete ſeine Sendung mit folgenden Worten:
„Ich werde es als die ausgezeichnetſte Ehre mei⸗ nes Lebens betrachten, daß meine Landsleute mich dazu auserwählt haben den ehrerbietigen Tribut ihrer innigen Sympathie und Bewunderung zu Ihren Füßen niederzulegen, mein Fräulein.“
„Siehſt Du's? Hörſt Du's, Du Luder?“ ſagte Hert Robertin ganz leiſe zur Verfaſſerin des moder⸗ nen Cherubin, indem er ein außenblickliches Still⸗


