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müden, um mich Ihres ſo furchtbar wahren Aus⸗ druckes zu bedienen, Herr Frard, ſondern für Jeden und für Alle eine neue Veranlaſſung zu Freude und Hoffnung ſein wird.“
„Ach, Madame,“ ſagte Herr von Hapner, in⸗ dem er am Arme des Doctors Max zu Clemence Hervé vortrat, mit inniger Rührung, „bei meiner Rückkehr nach Deutſchland, wo Ihre Werke trotz des Oſtracismus, womit eine gewiſſe Partei ſie belegt, eine ungeheure Popularität genießen, wird ſich Nie⸗ mand wundern, wenn ich dieſen Auftritt hier —“ er zeigte auf Claude Erard und ſeine beiden Kinder — „erzähle. Man weiß in Europa, Madame, daß das Genie, das mit ſo mächtiger Hand die ſocialen Wunden bloßlegt, auch einen tröſtenden Balſam darauf gießt.“
„Ha, jetzt begreife ich, warum dieſer Teufelsdoe⸗ tor mich aufgefordert hat noch einige Augenblicke zu bleiben,“ ſagte Herr Robertin zu ſich.
Dann flüſterte er ganz leiſe ſeiner Frau zu:
„He, Major, ſiehſt Du, in allen Ländern bewun⸗ dert und ehrt man Clemence Hervé. Das iſt mir für ihre Perſon ganz gleichgültig, allein es freut mich un⸗ gemein um Deinetwillen, weil es Dich wüthend macht.“
Die Verfaſſerin des modernen Cherubin ant⸗ wortete nicht; ſie ſah ſtarr und düſter vor ſich hin und ſagte mit einer Bitterkeit, worin die Reue keimte, zu ſich ſelbſt:
„Ja. man kann es nicht läugnen! . .. Es liegt eine unwiderſtehliche Macht im Guten ... Der Name dieſer Frau, die ich beneide und haſſe, hat ſein Echo von einem Ende der Welt zum andern.“


