Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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und wollten unſerem Leben ein Ende machen .. Da kamen Sie zu uns, Madame; Sie haben uns für ehrliche Leute gehalten; Sie haben uns wieder aufgerichtet durch Ihre freundlichen Worte; Sie haben uns durch Ihre Wohlthaten wieder aufgeholfen und uns über die Gegenwart beruhigt; Sie haben zugleich auch an die Zukunft gedacht, haben unſer Unglück öffentlich erzählt und zu unſern Gunſten einen Auf⸗ ruf an mitfühlende Herzen erlaſſen . . . Heute, Ma⸗ dame, bin ich ſammt meiner Familie für weit mehr als für die nächſten Bedürfniſſe geſichert . . . Wir können ohne Furcht warten, bis ich wieder Arbeit bekomme. Seien Sie geſegnet, Madame, ſchloß Claude Erard, der ſeine Thränen nicht mehr zurück⸗ zuhalten vermochte,dieſe Kinder und ich, wir kom⸗ men im Namen ihrer Mutter, welche durch Sie ge⸗ rettet worden iſt, Ihnen zu ſagen: ſeien Sie geſeg⸗ net, Madame, ſeien Sie geſegnet!

Nicht mich müſſen Sie ſegnen, antwortete Clemence Hervé gerührt,ſondern ſegnen Sie das Gefühl brüderlicher Solidarität, welches Gott ſeinen Geſchoͤpfen ins Herz gelegt hat. Dieſes Gefühl, das ihnen, ſo verblendet ſie auch durch Unwiſſenheit, ſo verhärtet ſie durch Egoismus ſein mögen, unvertilg⸗ bar innewohnt, habe ich, wie es meine Pflicht war, wachzurufen geſucht; mein Aufruf iſt gehört worden, ich wünſche mir Glück dazu. Hoffen wir auf beſſere Zeiten, wo ſolche Aufrufe überflüſſig ſein werden; hoffen wir auf beſſere Zeiten, wo die Geburt eines Kindes, Dank der menſchlichen Solidarität, nicht mehr wie heute ein Gegenſtand der Unruhe oder Betrübniß für die ungeheure Familie der Lebens⸗