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ſie beinahe nicht mehr zu erkennen; ihre Geſichter ſtrahlten vor Freude; ſie hatten ihre Lumpen abge⸗ worfen und neue Kleider angezogen. Der Hand⸗ werker ging einige Schritte vor Herrn von Hapner, einem der ausgezeichnetſten Dichter Deutſchlands, einem ſilberhaarigen Greis, deſſen Geſicht Liebens⸗ würdigkeit und Geiſt verrieth. Der Fremde hielt ein mit rothem Saffian überzogenes ziemlich großes Käſtchen in der Hand.
Der Doctor Max ging dieſem neuen Beſuch eiligen Schrittes entgegen, flüſterte ihm einige Worte zu und blieb bei ihm im Hintergrund der Werkſtatt, während Claude Erard und ſeine Kinder zu Clemence Hervé vortraten, an deren Seite Helviſe und Philipp ſich befanden; weiter hinweg ſtand Herr Robertin, der ſeine Frau in einen Winkel der Werk⸗ ſtatt gedrängt hatte, trotzig und mit den Händen auf dem Rücken vor derſelben und war ſehr begierig zu erfahren, warum der Doctor ihn erſucht hatte noch einen Augenblick zu verweilen.
Claude Erard, der ſeine beiden Kinder an der Hand hielt, die jetzt von Helviſe und Clemence Hervé freundlich geliebkost wurden, ſagte mit Thränen in den Augen und tief bewegter Stimme zur Verfaſſe⸗ rin des ſocialen Elends:
„Madame, vor zwei Tagen war meine Frau, im Augenblick, wo ſie Mutter werden ſollte, nahe daran vor Erſchöpfung und Elend zu ſterben. Ich hatte keine Arbeit; meine vier Kinder und ich waren ohne Brod, ohne Kleider, kurz in der ſchrecklichſten Noth. Meine arme Frau und ich verzweifelten an Allem; wir waren mit Einem Wort lebensmüde geworden


