Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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Machen Sie's kurz, mein lieber Herr Robertin, ermahnte der Doctor Max;kommen Sie zur Sache!

Ich bin ſchon daran, Major; denn vffenbar verhielt es ſich mit den andern Helden Deiner Ro⸗ mane gerade ſo, wie mit Sylvio und dem Capitän; deßhalb finde ich auch das Verfahren zu mild, aber immerhin . . . es genügt mir.

Ei ſo laß doch hören, verſetzte Frau Robertin, indem ſie eine cyniſche Frechheit zur Schau trug; laß doch hören, durch welches Verfahren ich ein Muſter von einer Ehefrau werden ſoll.

Das Mittel iſt ganz einfach. Und nun ſcan⸗ dirte Herr Robertin ganz langſam die folgenden Worte:Ich . . wer . . . de. . nicht . mehr

auf mein . . . Bureau. gehen! .. 3

Ah, machte die Verfaſſerin des modernen Cherubin mit verdoppelter Dreiſtigkeit,wirklich?

So wahr Du die laſterhafteſte aller Frauen biſt. Da ich alſo nicht mehr auf mein Bureau gehe, ſo verlaſſe ich Dich keine Secunde mehr. Wo Du biſt, da bin ich auch; wohin Du gehſt, da gehe ich auch hin; wenn Du ausgehſt, gehe ich auch aus; wenn Du heimgehſt, gehe ich auch heim; es vergeht keine Minute Deines Lebens . . . hörſt Du .. keine Minute, ohne daß Du mich an Deiner Seite oder auf Deinen Ferſen haſt; . . . hoffe nicht mir zu entwiſchen; die Thüren werden verſchloſſen ſein, an die Fenſter laſſe ich Gitter machen . .. ha ha, Major, Du haſt Angſt, fügte Herr Robertin hinzu, als er ſeine Frau unwillkürlich beben ſah.Du haſt mich lange Zeit wie einen Cretin behandelt, das war ganz recht; aber bei all meiner Dummheit habe ich