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der Angſt zertrümmert haben und ihre Kräfte fühlen, und das Alles eröffnete ihr ſehr ſchlimme Ausſichten in Bezug auf ihre eheliche Zukunft.
Dieſe Beſorgniſſe beſonders gaben ihren Zügen ihren düſtern und unruhevollen Charakter, denn der Cynismus dieſer Frau hätte ſich aus der Verachtung und Abneigung, welche ſie Jedermann einflößte, wei⸗ ter nicht viel gemacht.
Herr Robertin fuhr nach einer Pauſe fort:
„Alſo, Major, höre mich wohl an . . heute früh hat mich der Herr Doctor . . . mein Engek des Heils . . in das Haus des ſchönen Sängers Sylvio geführt . . . dort habe ich aufs Unwiderleglichſte er⸗ fahren, daß, während ich auf meinem verdammten Bureau ſaß und mich wie ein Dummkopf abarbeitete dieſer Sylvio und Du . „Luder ..
Hier biß Herr Robertin mit einer ſtillen Wuth, die ſeinen ſonſt ſo gutmüthigen Zügen einen unheim⸗ lichen, drohenden Ausdruck gab, die Zähne über ein⸗ ander und fuhr nach einer kurzen Pauſe fort:
„Mehr will ich nicht ſagen, um dieſer Damen willen.“ *
„Das iſt Alles erlogen,“ erwiderte Virginie, in⸗ dem ſie die Achſeln zuckte und ihre eherne Stirne von Neuem erhob. „Das ſind Richts als Lügen und Verläumdungen, zu deren dummem Echo Du Dich machſt.“ „
„Doctor,“ ſagte Herr Robertin, indem er die Fäuſte ballte, „Sie hören es . . . Machen Sie ſie doch zu Schanden.“
„Madame,“ ſagte der Doctor Mar, „ſehen Sie mir doch einmal ins Geſicht.“


