Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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liebt. Er konnte auch ſeiner Neugierde nicht widerſtehen, ſondern ging zu dem Buchhändler von Maria Saint⸗Clair, um Erkundigungen über ſie ein⸗ zuziehen; er bekam jedoch Nichts als ein Feuilleton, worin verſichert wurde, daß Maria Saint⸗Clair ein Mann ein ehemaliger Ladendiener ſei.“

„Dies war eine Erfindung von meiner Luders⸗ frau,“ rief Herr Robertin und fügte in einer Art von Parentheſe hinzu: „Es iſt doch merkwürdig, wie leicht ich mir's angewöhne den Major ein Luder zu nennen, nachdem ich ſo lange Zeit ſein elender Sklave geweſen.“

Dann erzählte er weiter:

„Ich habe heute früh an den Doctor die Correc⸗ tur dieſes Feuilletons, ſowie eines andern abſcheulich beleidigenden Artikels gegen Frau Hervé und das Ge⸗ dächtniß ihres Mannes verkauft . . . Ja, ich habe Alles um 200 ſchöne und gute Franken verkauft, die ich eingeſackt habe, Major.“

Und Herr Robertin klopfte an ſeine Taſche.

„Dieſes Geld da, ſowie Alles, was du künftig verdienſt, Major, wird Dir vor der Naſe weggetra⸗ gen werden, denn ...“

„Erzähle vollends Alles, mein lieber Julian,“ ſagte Clemence, indem ſie Herrn Robertin unterbrach, während ſeine Frau bleich und grimmig, wie krampf⸗ haft mit ihren Stiefelchen auf den Boden ſtampfte und allen Blicken frechen Trotz bot.

Julian fuhr fort:

„Als Herr Philipp erfahren hatte, daß Maria Saint⸗Clair ein Mann ſei oder ſein könne, ſo war das ein äußerſt ſchmerzlicher Schlag für ihn. Er